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Der Geisterseher

Friedrich Schiller

Eines Abends, als wir nach Gewohnheit in tiefer Maske und abgesondert auf dem St. Markusplatz spazieren gingen - es fing an, spät zu werden, und das Gedränge hatte sich verloren -, bemerkte der Prinz, dass eine Maske uns überall folgte. Die Maske war ein Armenier und ging allein. Wir beschleunigten unsere Schritte und suchten sie durch öftere Veränderung unseres Weges irre zu machen - umsonst, die Maske blieb immer dicht hinter uns. „Sie haben doch keine Intrige hier gehabt?“, sagte endlich der Prinz zu mir. „Die Ehemänner in Venedig sind gefährlich.“ – „Ich stehe mit keiner einzigen Dame in Verbindung“, gab ich zur Antwort. – „Wir wollen uns hier niedersetzen und deutsch sprechen“, fuhr er fort. „Ich bilde mir ein, man verkennt uns.“

Eines Abends, als wir nach Gewohnheit in tiefer Maske und abgesondert auf dem St. Markusplatz spazieren gingen - es fing an, spät zu werden, und das Gedränge hatte sich verloren -, bemerkte der Prinz, dass eine Maske uns überall folgte. Die Maske war ein Armenier und ging allein. Wir beschleunigten unsere Schritte und suchten sie durch öftere Veränderung unseres Weges irre zu machen - umsonst, die Maske blieb immer dicht hinter uns. „Sie haben doch keine Intrige hier gehabt?“, sagte endlich der Prinz zu mir. „Die Ehemänner in Venedig sind gefährlich.“ – „Ich stehe mit keiner einzigen Dame in Verbindung“, gab ich zur Antwort. – „Wir wollen uns hier niedersetzen und deutsch sprechen“, fuhr er fort. „Ich bilde mir ein, man verkennt uns.“
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Genres:

Classics

Description:

Eines Abends, als wir nach Gewohnheit in tiefer Maske und abgesondert auf dem St. Markusplatz spazieren gingen - es fing an, spät zu werden, und das Gedränge hatte sich verloren -, bemerkte der Prinz, dass eine Maske uns überall folgte. Die Maske war ein Armenier und ging allein. Wir beschleunigten unsere Schritte und suchten sie durch öftere Veränderung unseres Weges irre zu machen - umsonst, die Maske blieb immer dicht hinter uns. „Sie haben doch keine Intrige hier gehabt?“, sagte endlich der Prinz zu mir. „Die Ehemänner in Venedig sind gefährlich.“ – „Ich stehe mit keiner einzigen Dame in Verbindung“, gab ich zur Antwort. – „Wir wollen uns hier niedersetzen und deutsch sprechen“, fuhr er fort. „Ich bilde mir ein, man verkennt uns.“

Language:

German

Narrators:

Karlheinz Gabor

Length:

52m


Chapters

Chapter 1
Chapter 1

01:10


Chapter 2
Chapter 2

51:31