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Er lasst die Hand küssen

Marie von Ebner-Eschenbach

Meine Großmutter erkundigte sich nach dem Jungen und hörte, er sei ein Häuslersohn, zwanzig Jahre alt, ziemlich brav, ziemlich fleißig und so still, dass er als Kind für stumm gegolten hatte, für dümmlich galt er noch jetzt. – „Warum?“, wollte die Herrin wissen; „warum galt er für dümmlich?“ Die befragten Dorfweisen senkten die Köpfe, blinzelten einander verstohlen zu, und mehr als: „So ja eben so“, und: „je nun, wie‘s schon ist“, war aus ihnen nicht herauszubringen. Nun hatte meine Großmutter einen Kammerdiener, eine wahre Perle von einem Menschen. Wenn er mit einem Vornehmen sprach, verklärte sich sein Gesicht dergestalt vor Freude, dass er beinahe leuchtete. Den schickte meine Großmutter anderen Tages zu den Eltern Mischkas mit der Botschaft, ihr Sohn sei vom Feldarbeiter zum Gartenarbeiter avanciert und habe morgen den neuen Dienst anzutreten.

Meine Großmutter erkundigte sich nach dem Jungen und hörte, er sei ein Häuslersohn, zwanzig Jahre alt, ziemlich brav, ziemlich fleißig und so still, dass er als Kind für stumm gegolten hatte, für dümmlich galt er noch jetzt. – „Warum?“, wollte die Herrin wissen; „warum galt er für dümmlich?“ Die befragten Dorfweisen senkten die Köpfe, blinzelten einander verstohlen zu, und mehr als: „So ja eben so“, und: „je nun, wie‘s schon ist“, war aus ihnen nicht herauszubringen. Nun hatte meine Großmutter einen Kammerdiener, eine wahre Perle von einem Menschen. Wenn er mit einem Vornehmen sprach, verklärte sich sein Gesicht dergestalt vor Freude, dass er beinahe leuchtete. Den schickte meine Großmutter anderen Tages zu den Eltern Mischkas mit der Botschaft, ihr Sohn sei vom Feldarbeiter zum Gartenarbeiter avanciert und habe morgen den neuen Dienst anzutreten.
More Information

Genres:

Classics

Description:

Meine Großmutter erkundigte sich nach dem Jungen und hörte, er sei ein Häuslersohn, zwanzig Jahre alt, ziemlich brav, ziemlich fleißig und so still, dass er als Kind für stumm gegolten hatte, für dümmlich galt er noch jetzt. – „Warum?“, wollte die Herrin wissen; „warum galt er für dümmlich?“ Die befragten Dorfweisen senkten die Köpfe, blinzelten einander verstohlen zu, und mehr als: „So ja eben so“, und: „je nun, wie‘s schon ist“, war aus ihnen nicht herauszubringen. Nun hatte meine Großmutter einen Kammerdiener, eine wahre Perle von einem Menschen. Wenn er mit einem Vornehmen sprach, verklärte sich sein Gesicht dergestalt vor Freude, dass er beinahe leuchtete. Den schickte meine Großmutter anderen Tages zu den Eltern Mischkas mit der Botschaft, ihr Sohn sei vom Feldarbeiter zum Gartenarbeiter avanciert und habe morgen den neuen Dienst anzutreten.

Language:

German

Narrators:

Bettina Reifschneider

Length:

46m


Chapters

Chapter 1
Chapter 1

01:07


Chapter 2
Chapter 2

00:56


Chapter 3
Chapter 3

01:40


Chapter 4
Chapter 4

00:49


Chapter 5
Chapter 5

01:33


Chapter 6
Chapter 6

01:13


Chapter 7
Chapter 7

01:06


Chapter 8
Chapter 8

01:31


Chapter 9
Chapter 9

01:11


Chapter 10
Chapter 10

00:43


Chapter 11
Chapter 11

01:12


Chapter 12
Chapter 12

01:16


Chapter 13
Chapter 13

01:10


Chapter 14
Chapter 14

01:31


Chapter 15
Chapter 15

00:48


Chapter 16
Chapter 16

00:50


Chapter 17
Chapter 17

01:39


Chapter 18
Chapter 18

01:14


Chapter 19
Chapter 19

01:10


Chapter 20
Chapter 20

00:35


Chapter 21
Chapter 21

01:32


Chapter 22
Chapter 22

00:56


Chapter 23
Chapter 23

01:17


Chapter 24
Chapter 24

01:06


Chapter 25
Chapter 25

01:19


Chapter 26
Chapter 26

01:02


Chapter 27
Chapter 27

01:21


Chapter 28
Chapter 28

01:07


Chapter 29
Chapter 29

00:40


Chapter 30
Chapter 30

01:15


Chapter 31
Chapter 31

01:05


Chapter 32
Chapter 32

00:39


Chapter 33
Chapter 33

00:57


Chapter 34
Chapter 34

01:12


Chapter 35
Chapter 35

01:13


Chapter 36
Chapter 36

01:36


Chapter 37
Chapter 37

01:11


Chapter 38
Chapter 38

00:33


Chapter 39
Chapter 39

01:31


Chapter 40
Chapter 40

01:15