Try Premium for 30 days

Live games for all NFL, MLB, NBA, & NHL teams
Commercial-Free Music
No Display Ads
Lyrisches Intermezzo-logo

Lyrisches Intermezzo

Heinrich Heine

„Lyrisches Intermezzo“ entstand 1821-22: Der Zyklus hat eine Art Handlung, die vom Mai bis in den Winter reicht. Thematisch umkreisen die Gedichte euphorische Liebesgefühle und enttäuschte Liebeshoffnungen Der Ton ist volksliedhaft leicht, der Wortschatz bewusst einfach, mit gehäuften Diminutiven (Verkleinerungsformen, Verniedlichungen) Gleichzeitig ist ein ironisch-distanzierter Umgang mit den verbrauchten Bildern und Gefühlen der romantischen Liebesweh-Poesie erkennbar. Formale Mittel sind: Kontraste und Gegenstellungen / Parallismen mit Variationen / Pointen mit Desillusionierungs-Wirkung: die zuvor aufgebaute Stimmung wird am Ende ge/zerstört. Festzustellen ist auch eine soziale Kontrastierung: Das lyrische Ich auf der einen Seite: der Dichter und seine mitunter luftige Welt der Träume und Wünsche; die „Philister“-Gesellschaft andererseits, d.i. die Welt des Erfolges und bürgerlichen Anstands, der Äußerlichkeiten und des materiellen Kalküls. In dieser Welt lebt sein Liebstes und ist damit für den Poeten unerreichbar, ja unbegreifbar. Es war mal ein Ritter trübselig und stumm, Mit hohlen, schneeweißen Wangen; Er schwankte und schlenderte schlotternd herum, In dumpfen Träumen befangen. Er war so hölzern, so täppisch, so links, Die Blümlein und Mägdlein die kicherten rings, Wenn er stolpernd vorbeigegangen. Oft saß er im finstersten Winkel zu Haus; Er hatt sich vor Menschen verkrochen. Da streckte er sehnend die Arme aus, Doch hat er kein Wörtlein gesprochen. Kam aber die Mitternachtsstunde heran, Ein seltsames Singen und Klingen begann - An die Türe da hört er es pochen.

„Lyrisches Intermezzo“ entstand 1821-22: Der Zyklus hat eine Art Handlung, die vom Mai bis in den Winter reicht. Thematisch umkreisen die Gedichte euphorische Liebesgefühle und enttäuschte Liebeshoffnungen Der Ton ist volksliedhaft leicht, der Wortschatz bewusst einfach, mit gehäuften Diminutiven (Verkleinerungsformen, Verniedlichungen) Gleichzeitig ist ein ironisch-distanzierter Umgang mit den verbrauchten Bildern und Gefühlen der romantischen Liebesweh-Poesie erkennbar. Formale Mittel sind: Kontraste und Gegenstellungen / Parallismen mit Variationen / Pointen mit Desillusionierungs-Wirkung: die zuvor aufgebaute Stimmung wird am Ende ge/zerstört. Festzustellen ist auch eine soziale Kontrastierung: Das lyrische Ich auf der einen Seite: der Dichter und seine mitunter luftige Welt der Träume und Wünsche; die „Philister“-Gesellschaft andererseits, d.i. die Welt des Erfolges und bürgerlichen Anstands, der Äußerlichkeiten und des materiellen Kalküls. In dieser Welt lebt sein Liebstes und ist damit für den Poeten unerreichbar, ja unbegreifbar. Es war mal ein Ritter trübselig und stumm, Mit hohlen, schneeweißen Wangen; Er schwankte und schlenderte schlotternd herum, In dumpfen Träumen befangen. Er war so hölzern, so täppisch, so links, Die Blümlein und Mägdlein die kicherten rings, Wenn er stolpernd vorbeigegangen. Oft saß er im finstersten Winkel zu Haus; Er hatt sich vor Menschen verkrochen. Da streckte er sehnend die Arme aus, Doch hat er kein Wörtlein gesprochen. Kam aber die Mitternachtsstunde heran, Ein seltsames Singen und Klingen begann - An die Türe da hört er es pochen.
More Information

Genres:

Classics

Description:

„Lyrisches Intermezzo“ entstand 1821-22: Der Zyklus hat eine Art Handlung, die vom Mai bis in den Winter reicht. Thematisch umkreisen die Gedichte euphorische Liebesgefühle und enttäuschte Liebeshoffnungen Der Ton ist volksliedhaft leicht, der Wortschatz bewusst einfach, mit gehäuften Diminutiven (Verkleinerungsformen, Verniedlichungen) Gleichzeitig ist ein ironisch-distanzierter Umgang mit den verbrauchten Bildern und Gefühlen der romantischen Liebesweh-Poesie erkennbar. Formale Mittel sind: Kontraste und Gegenstellungen / Parallismen mit Variationen / Pointen mit Desillusionierungs-Wirkung: die zuvor aufgebaute Stimmung wird am Ende ge/zerstört. Festzustellen ist auch eine soziale Kontrastierung: Das lyrische Ich auf der einen Seite: der Dichter und seine mitunter luftige Welt der Träume und Wünsche; die „Philister“-Gesellschaft andererseits, d.i. die Welt des Erfolges und bürgerlichen Anstands, der Äußerlichkeiten und des materiellen Kalküls. In dieser Welt lebt sein Liebstes und ist damit für den Poeten unerreichbar, ja unbegreifbar. Es war mal ein Ritter trübselig und stumm, Mit hohlen, schneeweißen Wangen; Er schwankte und schlenderte schlotternd herum, In dumpfen Träumen befangen. Er war so hölzern, so täppisch, so links, Die Blümlein und Mägdlein die kicherten rings, Wenn er stolpernd vorbeigegangen. Oft saß er im finstersten Winkel zu Haus; Er hatt sich vor Menschen verkrochen. Da streckte er sehnend die Arme aus, Doch hat er kein Wörtlein gesprochen. Kam aber die Mitternachtsstunde heran, Ein seltsames Singen und Klingen begann - An die Türe da hört er es pochen.

Language:

German

Narrators:

Darina Dujmic

Length:

48m


Chapters

Chapter 1
Chapter 1

00:22


Chapter 2
Chapter 2

02:30


Chapter 3
Chapter 3

00:23


Chapter 4
Chapter 4

00:27


Chapter 5
Chapter 5

00:29


Chapter 6
Chapter 6

00:28


Chapter 7
Chapter 7

00:29


Chapter 8
Chapter 8

00:29


Chapter 9
Chapter 9

00:24


Chapter 10
Chapter 10

00:34


Chapter 11
Chapter 11

00:58


Chapter 12
Chapter 12

00:35


Chapter 13
Chapter 13

00:36


Chapter 14
Chapter 14

00:29


Chapter 15
Chapter 15

00:47


Chapter 16
Chapter 16

00:29


Chapter 17
Chapter 17

00:29


Chapter 18
Chapter 18

00:45


Chapter 19
Chapter 19

00:31


Chapter 20
Chapter 20

00:36


Chapter 21
Chapter 21

00:52


Chapter 22
Chapter 22

00:24


Chapter 23
Chapter 23

00:33


Chapter 24
Chapter 24

00:48


Chapter 25
Chapter 25

00:37


Chapter 26
Chapter 26

00:36


Chapter 27
Chapter 27

00:38


Chapter 28
Chapter 28

00:36


Chapter 29
Chapter 29

00:46


Chapter 30
Chapter 30

00:47


Chapter 31
Chapter 31

00:21


Chapter 32
Chapter 32

00:29


Chapter 33
Chapter 33

00:56


Chapter 34
Chapter 34

00:25


Chapter 35
Chapter 35

00:42


Chapter 36
Chapter 36

00:26


Chapter 37
Chapter 37

00:25


Chapter 38
Chapter 38

00:48


Chapter 39
Chapter 39

01:10


Chapter 40
Chapter 40

00:36


Chapter 41
Chapter 41

00:27


Chapter 42
Chapter 42

00:41


Chapter 43
Chapter 43

00:36


Chapter 44
Chapter 44

01:03


Chapter 45
Chapter 45

00:17


Chapter 46
Chapter 46

00:29


Chapter 47
Chapter 47

00:51


Chapter 48
Chapter 48

00:36


Chapter 49
Chapter 49

00:28


Chapter 50
Chapter 50

00:28


Chapter 51
Chapter 51

01:08


Chapter 52
Chapter 52

00:27


Chapter 53
Chapter 53

00:41


Chapter 54
Chapter 54

00:46


Chapter 55
Chapter 55

00:36


Chapter 56
Chapter 56

00:35


Chapter 57
Chapter 57

00:38


Chapter 58
Chapter 58

00:27


Chapter 59
Chapter 59

00:58


Chapter 60
Chapter 60

00:48


Chapter 61
Chapter 61

01:32


Chapter 62
Chapter 62

00:19


Chapter 63
Chapter 63

00:27


Chapter 64
Chapter 64

00:30


Chapter 65
Chapter 65

01:55


Chapter 66
Chapter 66

01:00


Chapter 67
Chapter 67

00:48


Chapter 68
Chapter 68

00:24


Chapter 69
Chapter 69

00:18


Chapter 70
Chapter 70

00:43


Chapter 71
Chapter 71

00:45


Chapter 72
Chapter 72

00:42


Chapter 73
Chapter 73

00:30