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Unter uns Ungeziefer / Lups / Stumme Bitten

Manfred Kyber

Unter uns Ungeziefer: Eine dicke Wanze, Frau Oberbettrat Krabbelbein, geborene Saugesanft, hatte zu einem Rout in ihre Villa, eine alte Matratze, eingeladen. Aber nur Ungeziefer im allerstrengsten Sinn des Wortes. Man wollte ganz unter sich sein. Keiner, der nicht matratzenfähig war, sollte zugelassen werden. Die Kammerwanze hatte strengste Weisung. Frau Oberbettrat Krabbelbein hielt auf Standesgefühl. Außerdem sollte der Rout einen politischen Charakter tragen. Lups: Herr Lups war ein Spatz. Seine Frau hieß Frau Lups, Denn dem Namen nach richten sich die Frauen nach ihren Männern. Es war Frühling, und Frau Lups saß auf ihren Eiern. Herr Lups hatte Futter herangeschleppt. Jetzt saß er auf dem Nestrand und blinzelte in die Sonne. Die Menschen sagen immer, dass Spatzen frech und zänkisch sind, dachte Frau Lups, womit sie natürlich nur die Männchen meinen. Stumme Bitten: Die Schafherde drängte sich aufgeregt zusammen. Ein altes Schaf erzählte. „Meine Großmutter hat es selbst gesehen“, sagte es, „es ist etwas Fabelhaftes, Grauenvolles. Man weiß nicht, was es ist. Sie sah auch nicht alles. Sie kam dran vorüber, als sie zur Weide ging, Es war ein Tor, das in einen dunklen Raum führte. Es roch nach Blut am Tor des dunklen Raumes. Zu sehen war nichts. Aber sie hörte den Schrei eines Hammels darin, einen grässlichen Schrei. Da lief sie zitternd zur Herde zurück“.

Unter uns Ungeziefer: Eine dicke Wanze, Frau Oberbettrat Krabbelbein, geborene Saugesanft, hatte zu einem Rout in ihre Villa, eine alte Matratze, eingeladen. Aber nur Ungeziefer im allerstrengsten Sinn des Wortes. Man wollte ganz unter sich sein. Keiner, der nicht matratzenfähig war, sollte zugelassen werden. Die Kammerwanze hatte strengste Weisung. Frau Oberbettrat Krabbelbein hielt auf Standesgefühl. Außerdem sollte der Rout einen politischen Charakter tragen. Lups: Herr Lups war ein Spatz. Seine Frau hieß Frau Lups, Denn dem Namen nach richten sich die Frauen nach ihren Männern. Es war Frühling, und Frau Lups saß auf ihren Eiern. Herr Lups hatte Futter herangeschleppt. Jetzt saß er auf dem Nestrand und blinzelte in die Sonne. Die Menschen sagen immer, dass Spatzen frech und zänkisch sind, dachte Frau Lups, womit sie natürlich nur die Männchen meinen. Stumme Bitten: Die Schafherde drängte sich aufgeregt zusammen. Ein altes Schaf erzählte. „Meine Großmutter hat es selbst gesehen“, sagte es, „es ist etwas Fabelhaftes, Grauenvolles. Man weiß nicht, was es ist. Sie sah auch nicht alles. Sie kam dran vorüber, als sie zur Weide ging, Es war ein Tor, das in einen dunklen Raum führte. Es roch nach Blut am Tor des dunklen Raumes. Zu sehen war nichts. Aber sie hörte den Schrei eines Hammels darin, einen grässlichen Schrei. Da lief sie zitternd zur Herde zurück“.
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Description:

Unter uns Ungeziefer: Eine dicke Wanze, Frau Oberbettrat Krabbelbein, geborene Saugesanft, hatte zu einem Rout in ihre Villa, eine alte Matratze, eingeladen. Aber nur Ungeziefer im allerstrengsten Sinn des Wortes. Man wollte ganz unter sich sein. Keiner, der nicht matratzenfähig war, sollte zugelassen werden. Die Kammerwanze hatte strengste Weisung. Frau Oberbettrat Krabbelbein hielt auf Standesgefühl. Außerdem sollte der Rout einen politischen Charakter tragen. Lups: Herr Lups war ein Spatz. Seine Frau hieß Frau Lups, Denn dem Namen nach richten sich die Frauen nach ihren Männern. Es war Frühling, und Frau Lups saß auf ihren Eiern. Herr Lups hatte Futter herangeschleppt. Jetzt saß er auf dem Nestrand und blinzelte in die Sonne. Die Menschen sagen immer, dass Spatzen frech und zänkisch sind, dachte Frau Lups, womit sie natürlich nur die Männchen meinen. Stumme Bitten: Die Schafherde drängte sich aufgeregt zusammen. Ein altes Schaf erzählte. „Meine Großmutter hat es selbst gesehen“, sagte es, „es ist etwas Fabelhaftes, Grauenvolles. Man weiß nicht, was es ist. Sie sah auch nicht alles. Sie kam dran vorüber, als sie zur Weide ging, Es war ein Tor, das in einen dunklen Raum führte. Es roch nach Blut am Tor des dunklen Raumes. Zu sehen war nichts. Aber sie hörte den Schrei eines Hammels darin, einen grässlichen Schrei. Da lief sie zitternd zur Herde zurück“.

Language:

German

Narrators:

Bettina Reifschneider

Length:

20m


Chapters

Chapter 1
Chapter 1

08:18


Chapter 2
Chapter 2

06:01


Chapter 3
Chapter 3

05:50