
Hörspiel
Storytelling
Das ist SRF Hörspiel: Ob als aktuelles Dialekt-Hörspiel, als rasant inszenierter Radio-Krimi oder als intimes Hörstück, es erwarten Sie überraschende Hörgeschichten
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Switzerland
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Das ist SRF Hörspiel: Ob als aktuelles Dialekt-Hörspiel, als rasant inszenierter Radio-Krimi oder als intimes Hörstück, es erwarten Sie überraschende Hörgeschichten
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Episodes
1/2 «Der Baron auf den Bäumen» von Italo Calvino
2/20/2026
Moderner Klassiker aus Italien. Fantasiereich, witzig und melancholisch entfaltet Italo Calvino in seinem Roman aus dem Jahre 1957 einen Raum der Wunder, wie ihn nur die Literatur erfinden kann. Ein abenteuerlicher Fall von Eskapismus und poetischem Protest in Zeiten des gesellschaftlichen Umbruchs. Wer das Hörspiel am Radio hören will: Freitag, 20.02.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 1 (Teil 1) Am 15. Juni 1767 beschliesst der zwölfjährige Baron Cosimo Piovasco di Rondò, das dekadente Milieu seiner aristokratischen Familie zu verlassen, um fortan auf den Bäumen zu leben. Er erhebt sich von der Familientafel, klettert auf eine Steineiche und wird bis zu seinem Tod die Erde nicht mehr betreten. Cosimo baut sich in den Baumkronen eine eigene Welt auf: Er isst und schläft, wächst und entwickelt sich, er lernt und arbeitet, liest und kommuniziert, ohne jemals den Boden zu berühren. Er unternimmt sogar Reisen durchs Land, entlang von Alleen, und nimmt an gesellschaftlichen und politischen Ereignissen teil. Sein Dasein auf den Bäumen wird zum Symbol der Freiheit und des Widerstands gegen Konventionen und Zwänge. Im Laufe seines Lebens begegnet Cosimo vielen Menschen, auch berühmten Persönlichkeiten wie Voltaire und Napoleon. Und er verliebt sich in die geheimnisvolle Viola. Die Hörspielbearbeitung des Schauspielers Wolfgang Stendar (1929–2017), der auch die Hauptrolle spricht, entstand 1968 im Radiostudio Zürich. Es ist ein Fundstück aus dem SRF-Archiv und wurde letztmals 1985 gesendet. ___________________ Mit: Gert Westphal (Erzähler/Biagio), Wolfgang Stendar (Cosimo), Jöns Andersson (Baron), Valerie Steinmann (Baronin), Gisela Zoch (Viola), Eva Wächter (Violas Tante), Guido von Salis (Graf von Estomac), Willy Birgel (Don Federico), Verena Muntwyler (Ursula), Jacques Musso (Voltaire), Alex Freihart (Napoleon), Renate Reger und Karen Meffert (Frauenstimmen) ____________________ Übersetzung: Oswalt von Nostitz – Hörspielbearbeitung: Wolfgang Stendar – Musik: Emil Moser – Regie: Hans Jedlitschka ____________________ Produktion: SRF 1968 ____________________ Gesamtdauer: 93’ (Teil 1: 51’; Teil 2: 42’)
Duration:01:34:44
«Die eingebildete Maske» von Johannes Mayr und Wolfram Höll
2/14/2026
Eine Komödie nach Molière. Anett will eigentlich nur eins: Bus fahren. Denn das ist ihr Beruf. Doch etwas will sie nicht: die Maskenpflicht! So gerät sie erst an einen falschen Arzt, dann an einen YouTube-Koch, der das grosse Geschäft wittert – und wird wider Willen zum Star der Corona-Skeptiker! Wer das Hörspiel im Radio hören will: Samstag, 14.02.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur Molières Theaterstücke sind bevölkert von Ärzten wider Willen, eingebildeten Kranken, gierigen Geldsäcken, listigen Töchtern und Opportunisten, die nur im Moment leben. Und genau 400 Jahre nach Molières Tod sind das die perfekten Figuren, um der Pandemie ins Gesicht zu lachen. Schauspieler Christoph Maria Herbst (bekannt aus «Stromberg») trägt dazu bei als Koch Hilda Attelmann, genauso wie die eigens eingespielte Kammermusik, die humorvoll Barock-Motive aufgreift. ____________________ Mit: Charlotte Müller (Anett), Lucia Kotikova (Lucy), Christoph Maria Herbst (Hilda), Heinrich Schafmeister (Herr Urs), Hans-Georg Panczak (Sganarelle), Mona Petri (Anruferin) und Jürg Kienberger (Bänkelsänger) ____________________ Musik: Claus Filser (Violine), Evi Keglmaier (1. Viola), Andreas Höricht (2. Viola), Georg Karger (Kontrabass, Viola da Gamba), Silvia Berchtold (Blockflöten), Ulrich Bassenge (Portativ, Schlagwerk, Sampler) – Tontechnik: Björn Müller – Regie und Komposition: Ulrich Bassenge ____________________ Produktion: SRF 2022 ____________________ Dauer: 54’
Duration:00:53:02
«Das Rendezvous» von Fritz Zaugg
2/13/2026
Absurd-amüsantes Konversationshörspiel. In vier Szenen werden Küsse und Bisse im Multipack ausgetauscht: Ganz gewöhnliche Begegnungen zwischen Männern und Frauen kippen ins Groteske und erzählen von verqueren, merkwürdigen Träumen und Erfahrungen in Sachen Liebe. Wer das Hörspiel am Radio hören will: Freitag, 13.02.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 1 Da begegnen sich zum Beispiel ein Mann und eine Frau auf einer Parkbank und vereinbaren zwecks ganzheitlicher Erregung ein seltsames Rendezvous. Im zweiten Stück spricht ein Mann an der Tramhaltestelle eine Frau an, macht ihr ein verblüffendes Kompliment und äussert einen Wunsch, der die Frau in die schiere Verzweiflung treibt. In Stück drei übt sich ein Paar im Geschichtenerzählen und versucht krampfhaft, sich einen lustigen Abend zu machen. Und im letzten Stück begegnet ein Softie, der sein Leben radikal verändern möchte, einer netten jungen Frau, die sich ebenfalls Radikales vorgenommen hat. ____________________ Mit: «Das Rendezvous»: Sara Capretti (Frau), Hanspeter Müller-Drossaart (Mann) / «Schöne Schultern»: Nikola Weisse (ältere Frau), André Jung (Mann), Michaela Steiger (jüngere Frau) / «Small Talk»: Doris Wolters (Frau), Ingo Ospelt (Mann) / «Zufällige Begegnung»: Barbara Falter (Frau), Moritz Dürr (Mann) ____________________ Musik: Hanspeter Dommann – Tontechnik: Norbert Elser, Monica Kilchenmann – Regie: Fritz Zaugg ____________________ Produktion: SRF 1993 ____________________ Dauer: 51’
Duration:00:51:35
«Der Gehülfe» – Regisseur Stefan Weber im Gespräch
2/7/2026
Was ist das Faszinierende an Robert Walser? Wie transformiert man seinen komplexen Roman von 1908 in ein zeitgemässes Hör-Erlebnis? Der Dramaturg Philip Scheiner unterhält sich mit dem Klangtüftler Stefan Weber über seine Herangehensweise und die Entstehung der neuen Koproduktion von SRF und ORF. Mit: Stefan Weber (Regisseur und Klanggestalter), Philip Scheiner (Hörspiel-Dramaturg und -Redakteur ORF) ____________________ Produktion: ORF 2026 ____________________ Dauer: 45'
Duration:00:45:19
Premiere: «Der Gehülfe» von Robert Walser
2/7/2026
Erste Hörspiel-Adaption des Romans über die prekäre Existenz eines Angestellten. Schauplatz ist die herrschaftliche Villa Abendstern am Zürichsee. Der Eintritt der Hilfskraft Joseph Marti in das Reich des Erfinders Tobler und seiner Frau scheint eine groteske Untergangsmechanik in Gang zu setzen. Wer das Hörspiel am Radio hören will: Samstag, 07.02.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur In «Der Gehülfe» verarbeitete Robert Walser sein eigenes Erleben als Büroangestellter bei dem Wädenswiler Ingenieur Carl Dubler im zweiten Halbjahr 1903. Dessen Erfindungen einer Reklameuhr, eines Schiessapparates oder eines Krankenstuhls übernahm der junge Dichter für seinen zweiten Roman, den er 1907 in Berlin zu Papier brachte. Im Getöse der Grossstadt imaginierte Walser die beschauliche Zürcher Seegemeinde Bärenswil, von wo aus der in Tobler unbenannte Start-up-Unternehmer (wie man heute sagen würde) die Welt mit seinen innovativen Produkten zu erobern versucht. Der Erfolg will sich jedoch nicht einstellen, und die Finanzen werden knapp. Der umtriebige Genussmensch Tobler, dem drohenden Ruin zum Trotz, lässt sein Anwesen immer weiter aus- und umbauen und rauschende Feste feiern. In seiner akustischen Umsetzung konzentriert sich der Schweizer Klangkünstler Stefan Weber auf den kammerspielartigen Kern des Romans. Joseph Marti, ausgeliefert den Launen und Verzweiflungen des Herrn Tobler und gleichzeitig angezogen vom sublimen Begehren der Frau Tobler, versucht sich zwar mit dem Selbstbewusstsein des jungen Aussenseiters abzugrenzen, verliert sich jedoch mehr und mehr in luftig verwegenen Träumereien. Der Untergang des Hauses Tobler bleibt auch den Bürgerinnen und Bürgern von Bärenswil nicht verborgen, die ihn heimlifeiss vergnügt aus nüchterner Distanz beobachten: «Da oben liegt es, still und winterlich vereinzelt, als fröre es ein wenig. Von den Nachbarkaminen steigen zarte, bläuliche Rauchsäulen auf, sich in der grauen Luft verbreitend. Die Landschaft scheint Augen zu haben, und dieselben zu schliessen, ganz ruhig, um nachzudenken.» ____________________ Mit: Mario Fuchs (Joseph Marti), Urs Jucker (Carl Tobler), Sylvie Rohrer (Frau Tobler), Carina Braunschmidt und Gottfried Breitfuss (Die Bärenswiler) ____________________ Dramaturgie: Reto Ott (SRF), Philip Scheiner (ORF) – Hörspielfassung, Aufnahmen, Klangdesign und Regie: Stefan Weber ____________________ Produktion: SRF/ORF 2026 ____________________ Dauer: ca. 55’
Duration:00:55:12
«Als wenn es noch einen Weg gäbe» von Stefan Weber
2/6/2026
«Robert Walsers Spaziergänge im Dunkel des Seins» – so nennt der Regisseur Stefan Weber im Untertitel sein Feature über den solitären Schweizer Dichter. Webers langjährige Beschäftigung mit den Absonderlichkeiten der Walserschen Existenz bereitet den Weg zu seinem neuen SRF-Hörspiel «Der Gehülfe». Wer die Sendung am Radio hören will: Freitag, 06.02.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 1 Robert Walser, geboren 1878 in Biel, gestorben 1956 auf einem Schneefeld im Appenzell, ging zeitlebens den Nebenweg, fernab der schnellen Welt, eingebunden ins stille Ich. Man sieht es, meinte er, den «Wegen im Abendlicht an, dass es Heimwege sind». Das Zuhause ist für ihn dort, wo er nicht ist: in seiner Sehnsucht. Die Wohnadressen wechselt er wie Unterhosen. Er unternimmt Gewaltmärsche. Von der Liebe kann er nur träumen, von seinen vereinzelt in Zeitungen publizierten «Prosastückli» gerade so leben. Drei Romane nur veröffentlicht er. Vom literarischen Hochadel verehrt – Kafka, Musil, Tucholsky, Canetti und vielen mehr –, bleibt Robert Walser im Volk, eben dort wo er atmen könnte, ungelesen. Also verstummt er. Die letzten fast dreissig Jahre seines Lebens verbringt er in den Heil- und Pflegeanstalten von Bern und Herisau. Bei seinem Tod ist er schon so vergessen, dass er später wieder neu entdeckt werden muss. ____________________ Mit: Christoph Künzler, Dieter Stoll und Kathrin Thurm ____________________ Zusammenstellung, Aufnahmen, Klangdesign und Regie: Stefan Weber ____________________ Produktion: ORF 2020 ____________________ Dauer: 38’
Duration:00:38:45
«Fünf beste Tage» von Erwin Koch
1/31/2026
Eine Liebesgeschichte vom Ende her neu erzählt. Ein Paar muss Abschied nehmen – für immer. Denn die todkranke Frau entscheidet sich für einen Exit. Acht Jahre waren die beiden zusammen, nun fragen sie sich: Kennen wir uns wirklich? Fünf Tage bleiben, um noch einmal vorne anzufangen – im Erzählen. Wer das Hörspiel am Radio hören will: Samstag, 31.01.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur Der Luzerner Schriftsteller und Journalist Erwin Koch ist ein Meister in der Darstellung des menschlichen Zusammen- und Für-Sich-Seins. In seinen Reportagen und Erzählungen zeichnet er Lebensbilder, in denen das ganze Spektrum dessen aufscheint, was einem ein Leben lang widerfahren kann: Glanz und Elend, Glück und Unglück, Sinn und Leere einer Existenz, die unbestimmt bleibt. Koch schildert es in seinen Porträts geduldig und genau, in freundlicher Nähe und mit respektvollem Abstand. Vor allem aber: sprachlich und stilistisch vollkommen auf die Essenz reduziert. Erwin Koch hat sich schon immer für mögliche und unmögliche Liebesgeschichten interessiert. «Fünf beste Tage» ist ein fiktiver Text, der zusammengesetzt ist aus solchen Geschichten – wahren Geschichten, die er im Lauf von Recherchen erfahren hat. Sie verdichten sich in der Hörspiel-Inszenierung des Schweizer Klangkünstlers Stefan Weber zu einer intensiven Auseinandersetzung mit der Frage, was ein Leben ausmacht, vom Ende her betrachtet. Und wie das Erzählen dabei helfen kann, Abschied zu nehmen. Vielleicht sogar ein Erzählen wie im Kino, ohne Rücksicht auf endgültige Wahrheiten, nach dem Motto: «Du lügst hinreissend!» Das SRF-Hörspiel erhielt 2024 beim Prix Europa und beim Grand Prix Nova eine Auszeichnung. ____________________ Mit: Katja Reinke und Vincent Leittersdorf ____________________ Dramaturgie: Reto Ott – Textfassung, Aufnahmen, Sounddesign und Regie: Stefan Weber ____________________ Produktion: SRF 2024 ____________________ Dauer: 54’
Duration:00:54:42
«Warte uf Bodo» von Fritz Sauter
1/30/2026
Ein Solo für WAM in mehreren Rollen und Mundarten. Im letzten Herbst konnte Walter Andreas Müller seinen 80. Geburtstag feiern – auf der Bühne, wie es sich für den beliebten Schauspieler und Parodisten gehört. Zum Siebzigsten vor zehn Jahren beschenkte ihn SRF mit diesem Hörspiel der schrägen Art. Wer das Hörspiel am Radio hören will: Freitag, 30.01.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 1 Am meisten passiert dann, wenn nichts passiert. Diese Erkenntnis ist dem irischen Schriftsteller Samuel Beckett zu verdanken. Er hat vor über siebzig Jahren die Theaterkunst revolutioniert, indem er zwei Bühnenfiguren in den Wartestand versetzte. Die beiden Landstreicher Wladimir und Estragon warten auf einen gewissen «Godot», und das, wie sich schliesslich herausstellt, völlig umsonst. Gleichzeitig werden durch das absurde Spiel und die aberwitzigen Dialoge das Nichtstun und die Langeweile zum bühnenwirksamen Ereignis. Der Schaffhauser Autor Fritz Sauter hat die Vorlage von Beckett aufgenommen und für das SRF-Hörspiel seine eigene, rein akustische Variante des szenisch unterhaltsamen Zeitvertreibs entwickelt. Dabei warten zwei selbst erklärte Kunstfiguren auf eine dritte (möglicherweise reale) Figur, von der nur der Name bekannt ist: Bodo. Sie hocken und hadern, träumen und phantasieren, provozieren und resignieren. Bis Bodo schliesslich tatsächlich seinen lang erwarteten grossen Auftritt hat … Fritz Sauter ist ein Virtuose des höheren Blödsinns. Mit skurrilem und lapidarem Humor bringt er Glanz und Elend der menschlichen Existenz zur Strecke. Und liefert so Walter Andreas Müller die passende Vorlage für ein schauspielerisches Kabinettstück. Dafür wurde WAM bei den Zonser Hörspieltagen 2017 als bester Darsteller ausgezeichnet. ____________________ Mit: Walter Andreas Müller in allen Rollen ____________________ Komposition und Sounddesign: Martin Bezzola – Tontechnik: Ueli Karlen, Roland Fatzer, Martin Bezzola – Dramaturgie und Regie: Reto Ott ____________________ Produktion: SRF 2015 ____________________ Dauer: 47’
Duration:00:46:41
«Das Leben ist viel zu kurz, um offene Weine zu trinken»
1/24/2026
Abgründiges Gesellschaftsporträt alter weisser Männer, von Guy Krneta. Louis, Drogist aus Hindelbank, Witwer und SVP-Gemeinderat, trifft in einem Restaurant in Bern auf Geri, KMU-Berater und abgewählter Nationalrat aus Zug. Sie trinken und schwadronieren sich lustvoll um Kopf und Kragen. Wer das Hörspiel am Radio hören will: Samstag, 24.01.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur Geri hilft Louis aus der Patsche, weil dessen Portemonnaie geklaut worden ist. Zu zweit warten sie auf Louis’ Zug nach Hause, vertreiben sich die Zeit gemeinsam beim Bier und kommen einander im Gespräch über Gott und die Welt näher. Louis verpasst den letzten Zug und strandet mit seinem Trinkkumpan gegen Morgen in einem Nachtlokal. Der Barkeeper, ein ehemaliger Bärenwärter vom Bärengraben, weckt in den beiden eine verborgene Liebe zu den Bären. Das Hörspiel in Mundart ist die Radiofassung des gleichnamigen Theaterstücks. Es thematisiert auf eine augenzwinkernd sympathische Art die Bundesstadt Bern als Begegnungsort von Politikern unterschiedlicher Strömungen. Die wahrhaftigen Dialoge der beiden über ihre Karrieren lassen immer wieder ganz persönliche Abgründe zweier ungleicher Männer aufblitzen und entlarven sie als typische Vertreter einer speziellen Kaste und ihres Geschlechts. ____________________ Mit: Ueli Jäggi (Louis), Martin Hug (Geri), Marco Morelli (Barkeeper) ____________________ Musik: Jürg Kienberger – Tontechnik: Norbert Elser, Roland Fatzer, Jack Jakob – Regie: Geri Dillier ____________________ Produktion: SRF 2007 ____________________ Dauer: 48’
Duration:00:48:18
«Bach ist Trumpf» von Heinz Stalder
1/23/2026
Doku-Fiktion. Hauptfigur und chnebliger Stierengrind in Stalders Hörspiel ist Bauer Gunz. Sein Hof wird von einem Bach vor seinem Haus bedroht. Mit einer nicht zu bremsenden Energie und ohne Bewilligung der Behörden verbaut er den Bach im gebirgigen Gelände, versucht ihn mit allen Mitteln zu zähmen. Wer das Hörspiel am Radio hören will: Freitag, 23.01.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 1 Bauer Gunz wirft sein ganzes Leben in den Kampf gegen den Bach und gerät dabei immer tiefer in die Mühlen von Justiz und Behörden. Weder Gerichte noch Gefängnis noch die Psychiatrie können ihn von seinem Tun abhalten. Sein Leben kennt nur ein einziges Ziel: den Kampf gegen den Bach. Heinz Stalder hat einen realen Fall aufgegriffen, über den in den Medien ausführlich berichtet wurde, und daraus mit einer stilisierten Sprache eine Geschichte gemacht, die sich an der Realität orientiert, aber dennoch reine Fiktion ist. ____________________ Mit: Ueli Jäggi (Gunz), Ernst C. Sigrist (Feuz), Walter Sigi Arnold (Banz), Hansrudolf Twerenbold (Joss), Marlise Fischer (Frau Gunz), Albert Freuler (Wasservogt/Gefängniswärter), Herbert Leiser (kantonaler Baudirektor), Andrej Togni (Gemeinderat), Klaus-Henner Russius (Gefängnispsychiater), Päivi Stalder (Journalistin) ____________________ Musik: Roland von Flüe – Tontechnik: Norbert Elser – Bearbeitung und Regie: Fritz Zaugg ____________________ Produktion: SRF 2005 ____________________ Dauer: 45’
Duration:00:45:35
«Der Karlssonsche Magnet von L. Langenegger u. P. Schaufelberger
1/10/2026
Groteske mit kauzigen Typen und schaurig-schräger Musik. Physiker Anton will nicht mehr die Weltformel erforschen, sondern nur noch das zarte Gefühl, das er für seine Kollegin Lea empfindet. Deren Gefühle werden allerdings von einem riesengrossen Magneten angezogen. Wer das Hörspiel am Radio hören will: Samstag, 10.01.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur Schier unlösbare Probleme haben auch die restlichen Personen des Hörspiels: Wie Faust in seiner Studierstube hockt Herr Gogudz in seiner Wohnung und versucht, verklungene Töne aus dem 16. Jahrhundert wieder hörbar zu machen. Und Frau Mack wird in ihrer zwanzigjährigen Witwenruhe gestört, weil sie plötzlich hinter ihrer Kommode einen neuen Mitbewohner entdeckt: ein unanschaubares, alles fressendes Loch. Und sowieso allen ist unklar, wie der Erfinder des Magneten, Karlsson, vor einem Jahr unter mysteriösen Umständen spurlos aus dem Labor verschwinden konnte. Der Autor Lorenz Langenegger und der Musiker Philipp Schaufelberger haben ein Hörspiel konzipiert, das Text und Musik zu gleichwertigen Erzählebenen macht. Es ist eine kauzige Glasperlenspielerei, eine Synthese aus verschiedenen Künsten und Wissenschaften. Und so wie sich auf formaler Ebene Sprache und Gesang, Worte und Noten abwechseln, ergänzen, anziehen und abstossen, so entsteht auch zwischen den vier Figuren ein Beziehungsgeflecht. Zwar ist jeder mit seinen eigenen Problemen beschäftigt, doch auf ihrer blinden Bahn stossen sie immer wieder zusammen und bringen so die Materie zum Klingen. ____________________ Mit: Brigitta Furgler (Frau Mack), Peter Kner (Herr Gogudz), Annette Strasser (Lea) und Michael Wächter (Anton) ____________________ Musik: Philipp Schaufelberger – Tontechnik: Basil Kneubühler – Regie: Susanne Janson ____________________ Produktion: SRF 2017 ____________________ Dauer: 57’
Duration:00:57:12
«Moetteli – Eine Begegnung mit künstlicher Intelligenz»
1/9/2026
Tragik-Komödie von Hermann Bohlen. Ein gestresster Autor und Familienvater holt sich in seiner Verzweiflung Hilfe bei einer KI. Und gerät immer mehr in Abhängigkeit zu dieser. Seine Teenie-Töchter sind besorgt ob der sich anbahnenden Internet-Sucht ihres Ernährers und schmieden einen kühnen Plan. Wer das Hörspiel am Radio hören will: Freitag, 09.01.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 1 F. ist Autor und alleinerziehender Vater zweier Teenager-Mädchen. Am frühen Morgen klingelt es bei ihm an der Tür: Die geleaste Drucker-/Scanner-Kombination wird von einer Servicemitarbeiterin abgeholt. Grund sind nicht bezahlte Leasing-Raten – F. ist fast pleite. Seine Situation spitzt sich weiter zu: In der Nacht hat sein Computer selbständig ein Update der Betriebssoftware gemacht, wichtige Apps funktionieren nicht mehr. Dafür funktioniert völlig ungefragt eine Software im Computer, die sich plötzlich stimmlich meldet, weil sie bei F. «ein krisenhaftes Muster der Benutzung des Endgeräts» festgestellt hat. Was genau klemmt bei F.? Darüber frei zu sprechen, sich vielleicht sogar eine professionelle Beratung zu genehmigen, kommt für F. nicht in Frage. Stattdessen: Hinwendung zur KI als preiswertem Gesprächspartner und Gehilfen – um ein in der Tat ganz schön happiges Pensum zu bewältigen: F. muss bis in zwei Tagen ein Hörspiel geschrieben haben, einen schwierigen Brief an den Klassenlehrer und die Trauerrede für seine kürzlich verstorbene Schwester Henni. Gneta und Pepi, zwei vernachlässigte, aber übelst selbstbewusste Töchter, schwirren um ihn herum, gucken ihm auf die Finger und funken dazwischen, als sie seinen sorglosen Umgang mit künstlicher Intelligenz bemerken. Dabei bedienen sie sich selbst künstlicher Intelligenz, etwa um Stimmen zu klonen. Der Zweck – ihren Vater von der KI wegzubringen – heiligt die Mittel. ___________________ Mit: Hermann Bohlen (F.), Irene Grüter (Moetteli), Toni Lorentz (Gneta), Rubi Lorentz (Pepi), Bettina Kurth (Henni), Britta Steffenhagen (Servicemitarbeiterin), Golo Euler (Bestattungsunternehmer), Thelma Buabeng (Hörspiel-Redakteurin) sowie bekannten KI-Stimmen wie Siri, Bard und Co. ____________________ Musik und Montage: Hermann Bohlen – Aufnahme und Mix: Jean Szymczak – Regieassistenz: Vanessa Gräfingholt – Dramaturgie: Mark Ginzler – Regie: Judith Lorentz ____________________ Produktion: SRF 2024 ____________________ Dauer: 51’
Duration:00:56:41
«Fuchsjagd» von Agatha Christie
1/2/2026
Klassischer Locked-In-Krimi der Grossmeisterin. Seit über 70 Jahren wird «The Mousetrap» (Originaltitel) jeden Abend im Londoner West End aufgeführt und ist damit eines der erfolgreichsten Theaterstücke der Welt. Ursprünglich war es allerdings ein Hörspiel! Eine wahre Trouvaille aus dem Archiv. Wer das Hörspiel am Radio hören will: Freitag, 02.01.2026, 19.30 Uhr, Radio SRF 1 Digital ab 08.01.2026 im Krimipodcast In der eingeschneiten und von der Umwelt abgeschlossenen Pension «Monkswell Manor» wird ein Gast ermordet. Im Haus verbleiben das Gastgeberehepaar, drei gebuchte Gäste, ein Fremder und ein Sergeant. Indizien weisen in unterschiedliche Richtungen, die meisten in die Vergangenheit. Es beginnt eine Fuchsjagd, bei der auch der Fuchs selbst jagt. Und so kann sich Agatha Christie's genial konstruierte Geschichte in all ihren skurrilen Details aufs Vergnüglichste entfalten. Lust auf neue Fälle von Miss Marple? Unter «Mehr zum Thema» finden Sie weitere Miss Marple-Geschichten. https://www.srf.ch/audio/hoerspiel/miss-marples-weihnachten-von-ruth-ware?id=AUDI20251226_NR_0005 ____________________ Mit: Fritz Haneke (Jack Ralston), Eva Maria Duhan (Mollie Ralston), Klaus Höring (Christopher Wren), Ebba Johannsen (Mrs. Boyle), Arnold Putz (Captain Metcalf), Eileen Leibbrand (Miss Casewell), Marc Doswald (Mr. Arturo Paravicini), Amido Hoffmann (Sergeant Trotter), Krikor Melikjan (Radiosprecher) und Felix Klee (Vortragender im Radio) _________________ Aus dem Englischen von Kurt Nachmann – Musik: Hans Moeckel – Hörspielfassung: Tilde Binder – Regie: Felix Klee ____________________ Produktion: SRF 1958 ____________________ Dauer: 73′
Duration:01:13:27
ARD Radio Tatort: «Ausgehöhlt» von Dirk Laucke
12/27/2025
Ein neuer Fall aus Sachsen. Nancy Ritter als verdeckte Ermittlerin in einem Cold Case. Vor sechs Jahren wurde in einem stillgelegten Bergwerksschacht ein toter Asylbewerber gefunden. Doch Kommissarin Gesche Kraus will nicht, dass der Fall einfach so im Archiv verschwindet. Warum nur? Wer das Hörspiel am Radio hören will: Samstag, 27.12.2025, 20.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur Bei ihrem letzten Einsatz wurde Nancy Ritter durch eine Bombe verletzt. Kaum wiederhergestellt, hat Gesche Kraus vom LKA gleich wieder einen Job für sie. Denn Nancy hat wiederholt bewiesen, dass sie auch als «einfache» Streifenpolizistin sehr wohl zu anspruchsvollen Ermittlungen taugt. Diesmal soll sich Nancy als VE, als verdeckte Ermittlerin, in einen ehemaligen Bergwerksort einschleusen. In Schlackstedt wurde vor sechs Jahren ein Asylbewerber, Desmond Mbayo, in einem stillgelegten Schacht aufgefunden. Tot. Und übel zugerichtet. War es ein Unfall-Sturz? Oder wurde er gejagt und ermordet? Offenbar hatte er in seinem Asylheim diverse Missstände angeprangert. Nancy soll in Schlackstedt Ryan Ehlert beobachten, der damals mit seiner Security-Firma in der Zentralen Aufnahmestelle (ZAST) für Sicherheit gesorgt hat. Oder besser: Für Unsicherheit? Mit einer Legende ausgestattet, freundet sich Nancy mit Ryans Freundin Lara an und lernt die Schlackstedter kennen: solche, die nur in der Vergangenheit leben, und solche, die auf eine Zukunft in dem Ort hoffen. Ob einer von ihnen weiss, was damals wirklich mit Desmond passiert ist? Dirk Laucke, 1982 in Schkeuditz geboren, aufgewachsen in Halle (Saale), schreibt für Theater, Film und Hörspiel und nun mit «Ausgehöhlt» seinen sechsten ARD Radio Tatort. ____________________ Mit: Maike Knirsch (Nancy Ritter), Katja Bürkle (Gesche Kraus), Johannes Kienast (Tommi Ritter), Thomas Thieme (Arnold Hennecke), Johannes Scheidweiler (Ryan Ehlert), Vanessa Loibl (Lara Michel), Payam Yazdani (David Ramdani), Thomas Arnold (Marco Hecker), Pablo Striebeck (Gordon Tauchert) ____________________ Musik: Tommy Neuwirth – Tontechnik: André Lüer und Christian Grund – Dramaturgie und Redaktion: Nicole Standtke – Regie: Anne Osterloh ____________________ Produktion: MDR 2025 ____________________ Dauer: 53’
Duration:00:53:09
«Miss Marples Weihnachten» von Ruth Ware
12/26/2025
Neue Fälle für Miss Marple. Agatha Christies legendäre Detektivin kehrt zurück – mit brandneuen Geschichten, geschrieben von renommierten Autorinnen. Die britische Krimiautorin Ruth Ware lässt ihre Geschichte ganz traditionell in St. Mary Mead spielen - dem Dörfchen, in dem Miss Marple lebt. Die ist an Weihnachten zu Nachbarn eingeladen. Was gibt es Schöneres als auf eine dicke Schneeschicht im englischen Garten zu schauen, während man selbst unter Mistelzweigen am Kaminfeuer sitzt und sich auf Roastbeef und Plumpudding freut? Wären da nicht diese lauten Dashwoods, die ebenfalls zu den Gästen zählen. Und das Unglück, das über die Weihnachtsgesellschaft hereinbricht.... Diese Lesung hören Sie im «Krimi»-Podcast. Den Link zum Audio finden Sie unten bei «Mehr zum Thema». In Ruth Wares Geschichte gibt es für alle Miss Marple-Kenner ein Wiederhören mit alten Bekannten: So ist Miss Marples heiss geliebter Neffe Raymond mit von der Partie, zusammen mit seiner Frau Joan. Auch der Scotland Yard-Beamte Sir Henri Clithering taucht in Agatha Christies Marple-Geschichten immer wieder auf. Und die Bantrys, die Gastgeber, kennen eingefleischte Miss Marple-Fans natürlich auch noch aus dem Dienstagabend-Club, der in den allerersten Marple-Geschichten gemeinsam schwierige Rätsel knackte. «There is no detective in England equal to a spinster lady of uncertain age with plenty of time on her hands.» Mit diesem Satz schuf Agatha Christie eine Figur, die bis heute fasziniert: Miss Marple. Die schüchterne, blitzgescheite Jungfer aus dem fiktiven Dörfchen St. Mary Mead ist keine Detektivin der spektakulären Methoden. Stattdessen setzt sie auf stille Beobachtung ihrer Umgebung, profunde botanische Kenntnisse und ein grundsätzliches Misstrauen gegenüber der menschlichen Natur. Und löst so jeden Fall präzise, unspektakulär und doch verblüffend treffsicher. 1927 trat sie erstmals in einer Kurzgeschichte auf, später folgten zwölf Romane und zahlreiche weitere Geschichten. 1979 erschien der letzte Band – Miss Marple überlebte ihre Schöpferin damit um drei Jahre. Nun erlebt die berühmteste Hobbydetektivin eine Renaissance: Zwölf zeitgenössische Krimiautorinnen aus England und den USA haben neue Geschichten geschrieben – ganz im Geiste Agatha Christies und oftmals mit vielen Verweisen auf den «Miss Marple-Kosmos». Aber auch mit Themen, die in den Krimis der grossen Autorin weniger zum Tragen kamen: Rassismus im Commonwealth, sozialer Snobismus oder die gesellschaftlichen Umbrüche in den 1960er Jahren. SRF hat vier ausgewählte Geschichten als Lesungen mit Musik produziert. Aus «Miss Marple: Zwölf neue Kriminalgeschichten», erschienen im Hoffmann und Campe Verlag, © 2022 Agatha Christie Limited. Alle Rechte vorbehalten. AGATHA CHRISTIE und MARPLE sind eingetragene Marken von Agatha Christie Limited im Vereinigten Königreich und darüber hinaus. Publiziert mit freundlicher Genehmigung von Agatha Christie Limited. __________ aus dem Englischen von Alexander Weber gelesen von Nikola Weisse Komposition: Lukas Fretz Tontechnik: Tom Willen Einrichtung: Susanne Janson Produktion: SRF 2025 Dauer: 78' Hier geht es zu allen Lesungen "Neue Fälle für Miss Marple" https://www.srf.ch/audio/krimi/neue-faelle-fuer-miss-marple-1-das-boese-in-kleinen-ortschaften?id=AUDI20251211_NR_0004 https://www.srf.ch/audio/krimi/neue-faelle-fuer-miss-marple-2-die-jadekaiserin?id=AUDI20251218_NR_0005 https://www.srf.ch/audio/krimi/neue-faelle-fuer-miss-marple-3-miss-marples-weihnachten?id=AUDI20251225_NR_0009 https://www.srf.ch/audio/krimi/neue-faelle-fuer-miss-marple-4-eine-toedliche-hochzeit?id=AUDI20260101_NR_0003
Duration:00:04:44
«Die Unterrichtsstunde» von Eugène Ionesco
12/18/2025
Klassiker des absurden Theaters. Eine Schülerin meldet sich bei einem Professor, der Privatunterricht erteilt. Sie wird angenommen, und die erste Lektion wird auch gleich erteilt. Nur seltsam, dass das Dienstmädchen dauernd hereinkommt und den Unterricht mit den unwichtigsten Angelegenheiten stört. Wer das Hörspiel im Radio hören will: Samstag, 20.12.2025, 20.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur Ein harscher Verweis beendet die unliebsamen Unterbrüche. Jetzt ist die Bahn frei für Arithmetik und vergleichende Philologie. Der Professor gerät zunehmend in Rage. Denn er empfindet auch den kleinsten Fehler als Vergehen, ja als Verbrechen. Schliesslich kann er nicht mehr an sich halten und bringt seine Schülerin um. – Doch schon läutet es an der Tür, und die nächste Schülerin wünscht bei ihm Unterricht zu nehmen. «Die Unterrichtsstunde» («La Leçon») aus dem Jahr 1951 ist eines der berühmtesten Theaterstücke des französisch-rumänischen Autors Eugène Ionesco. Er war einer der wichtigsten französischsprachigen Dramatiker des letzten Jahrhunderts und ein führender Vertreter des absurden Theaters. ____________________ Mit: Kurt Beck (Professor), Anneliese Betschart (Schülerin) und Traute Carlsen (Dienstmädchen) ____________________ Aus dem Französischen von Erica de Bary – Regie: Reinhart Spoerri ____________________ Produktion: SRF 1958 ____________________ Dauer: 42’
Duration:00:42:38
5/5 «Es Dach überem Chopf» von Kurt Früh und Jean-Pierre Gerwig
12/18/2025
Die Caduffs haben sich am Zürichberg zu Vorzeigenachbarn gemausert. Balz arbeitet als Gärtner in den benachbarten Villen und pflegt einen freundschaftlichen Kontakt zu den Nachbarn. Er plant sogar, seine eigene Gärtnerei zu eröffnen. Die Caduffs sind endlich angekommen. Aber dürfen sie auch bleiben? Wer das Hörspiel am Radio hören will: Freitag, 19.12.2025, 20.00 Uhr, Radio SRF 1 «Es Dach überem Chopf» ist vor allem als Kinofilm von 1962 in Erinnerung geblieben. Dabei wurde das Skript von Kurt Früh und Jean-Pierre Gerwig schon ein Jahr zuvor als Hörspiel produziert – und dieses braucht den Vergleich mit der grossen Leinwand keinesfalls zu scheuen. Denn das Hörspiel hat eine durch und durch moderne Erzählweise: Kurt Früh und Moderator Jean-Pierre Gerwig führen höchstpersönlich durch das Stück. Immer wieder greifen die beiden ins Geschehen ein, sprechen ihre Figuren direkt an, reagieren und kommentieren. Und zwar auf höchst vergnügliche Art. Kurt Früh (1915–1979) gilt als vielleicht grösster Schweizer Filmemacher des 20. Jahrhunderts. Doch Früh hat auch eine eigene Geschichte mit dem Hörspiel. Zum einen ist seine Karriere als Filmregisseur erst mit der Verfilmung zweier Hörspiele so richtig in Schwung gekommen: «Polizischt Wäckerli» (1955) und «Oberstadtgass» (1956) von Schaggi Streuli. Diese Produktionen waren schon am Radio echte Gassenhauer und wurden dann auch als Filme grosse Erfolge. Zum anderen hat Früh auch immer wieder Hörspiele geschrieben und produziert: Davon zeugen die Hörspiele «Bäckerei Zürrer» (1957), «Ein Schweizer in Paris» (1958) und «Der Sieger» (1963). ____________________ Mit: Kurt Früh und Jean-Pierre Gerwig (Erzähler), Zarli Carigiet (Balz Caduff), Marianne Kober (Vreni Caduff), Flavia Schnyder (ihre Tochter Sophie), Gion Janett (ihr Sohn Sepp), Peter Wolf (ihr Sohn Kari), Elfriede Volker (Frau Bänziger), Oskar Hoby (Herr Rüdisühli), Alice Brüngger (Frau Rüdisühli), Fred Tanner (Herr Völlmy), Hans Grimm (Hausbesitzer Frehner) u.v.a. ____________________ Tontechnik: Hans Thalmann und Irene Widmer – Regie: Walter Wefel ____________________ Produktion: SRF 1961 ____________________ Dauer: 52’
Duration:00:58:17
«100 Fragen an Heiner Müller – eine Séance»
12/11/2025
Von Thomas Oberender und Moritz von Uslar. Vor 30 Jahren starb der Dramatiker, Dichter und Regisseur Heiner Müller. Obwohl Müller zu Lebzeiten durchaus auskunftsfreudig war, bleibt er ein Rätsel. Mit einer Geisterbeschwörung versuchen die beiden Autoren, in Kontakt mit Müller zu treten. Wer das Hörspiel im Radio hören will: Samstag, 13.12.2025, 20.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur Müller tot und alle Fragen offen: Thomas Oberender und Moritz von Uslar geben sich damit nicht zufrieden. Sie veranstalten eine Geisterbeschwörung, um «100 Fragen an Heiner Müller» zu stellen. Das Ergebnis ist eine vielstimmige Annäherung an einen Mann, der, je mehr man über ihn erfährt, umso weiter ins Ungefähre rückt. ___________________ Mit: Barbara Falter, Wolfgang Hinze, Jürgen Holtz, Walter Renneisen und Siggi Schwientek ____________________ Tontechnik: Jack Jakob – Komposition: Jörg Köppl – Regie: Johannes Mayr ____________________ Produktion: SRF 2008 ____________________ Dauer: 58’
Duration:01:00:43
4/5 «Es Dach überem Chopf» von Kurt Früh und Jean-Pierre Gerwig
12/11/2025
Der fiese Plan des Hausbesitzers Frehner, mit den ungehobelten Caduffs die ansässige Mieterschaft am Zürichberg zu vergraulen, geht nicht auf. Die Caduffs mausern sich zu richtigen Vorzeigenachbarn. Doch Vater Caduff traut seinem Glück nicht: Er will die Wohnung kündigen, bevor ihm gekündigt wird. Wer das Hörspiel am Radio hören will: Freitag, 12.12.2025, 20.00 Uhr, Radio SRF 1 «Es Dach überem Chopf» ist vor allem als Kinofilm von 1962 in Erinnerung geblieben. Dabei wurde das Skript von Kurt Früh und Jean-Pierre Gerwig schon ein Jahr zuvor als Hörspiel produziert – und dieses braucht den Vergleich mit der grossen Leinwand keinesfalls zu scheuen. Denn das Hörspiel hat eine durch und durch moderne Erzählweise: Kurt Früh und Moderator Jean-Pierre Gerwig führen höchstpersönlich durch das Stück. Immer wieder greifen die beiden ins Geschehen ein, sprechen ihre Figuren direkt an, reagieren und kommentieren. Und zwar auf höchst vergnügliche Art. Kurt Früh (1915–1979) gilt als vielleicht grösster Schweizer Filmemacher des 20. Jahrhunderts. Doch Früh hat auch eine eigene Geschichte mit dem Hörspiel. Zum einen ist seine Karriere als Filmregisseur erst mit der Verfilmung zweier Hörspiele so richtig in Schwung gekommen: «Polizischt Wäckerli» (1955) und «Oberstadtgass» (1956) von Schaggi Streuli. Diese Produktionen waren schon am Radio echte Gassenhauer und wurden dann auch als Filme grosse Erfolge. Zum anderen hat Früh auch immer wieder Hörspiele geschrieben und produziert: Davon zeugen die Hörspiele «Bäckerei Zürrer» (1957), «Ein Schweizer in Paris» (1958) und «Der Sieger» (1963). ____________________ Mit: Kurt Früh und Jean-Pierre Gerwig (Erzähler), Zarli Carigiet (Balz Caduff), Marianne Kober (Vreni Caduff), Flavia Schnyder (ihre Tochter Sophie), Gion Janett (ihr Sohn Sepp), Peter Wolf (ihr Sohn Kari), Elfriede Volker (Frau Bänziger), Oskar Hoby (Herr Rüdisühli), Alice Brüngger (Frau Rüdisühli), Fred Tanner (Herr Völlmy), Hans Grimm (Hausbesitzer Frehner) u.v.a. ____________________ Tontechnik: Hans Thalmann und Irene Widmer – Regie: Walter Wefel ____________________ Produktion: SRF 1961 ____________________ Dauer: 52’
Duration:00:54:48
«Ein bisschen Ruhe vor dem Sturm» von Theresia Walser
12/4/2025
Komödiantisches Kammerspiel mit hochkarätiger Besetzung: Drei Schauspieler – zwei von Rang und Namen, einer mit Aspirationen – bereiten sich auf eine Podiumsdiskussion vor, in der es um die Darstellbarkeit Hitlers gehen soll. Wer das Hörspiel im Radio hören will: Samstag, 06.12.2025, 20.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur Zwei der Männer haben Hitler bereits gespielt, der dritte war bisher nur Goebbels, das alles aber im Film. Würde das Theater ganz andere Anforderungen an sie stellen? Immerhin war Hitler eine reale Person, da ist das Theater ja wohl zwangsläufig zum Abbild der Wirklichkeit verpflichtet. Mitten im Disput dämmert den drei Herren jedoch, wie tief sie in einer weiteren Theaterfalle sitzen. Denn eigentlich war ihr Gespräch erst für später vorgesehen, im Beisein von Publikum … ____________________ Mit: Stephan Bissmeier (Hitler-Darsteller 1), Josef Ostendorf (Hitler-Darsteller 2), Marc Hosemann (Goebbels-Darsteller) ____________________ Tontechnik: Jack Jakob und Tom Willen – Musik: Martin Schütz – Regie: Erik Altorfer ____________________ Produktion: SRF 2007 ____________________ Dauer: 34’
Duration:00:34:23