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Die Welt der Literatur - Neuerscheinungen und Empfehlungen zum Wiederlesen.

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Die Welt der Literatur - Neuerscheinungen und Empfehlungen zum Wiederlesen.

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German


Episodes
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Comic des Monats Mai: "Bunny war böse" von Lilli Loge

5/7/2026
Das Setting klingt verheißungsvoll. Da sind drei Freundinnen, ein Lottogewinn und die Hoffnung auf Freiheit. Doch die Berliner Comickünstlerin Lilli Loge macht daraus eine fein beobachtete Beziehungsstudie, die nicht nur ernüchternd endet, sondern auch noch voller Erotik steckt. Andrea Heinze stellt "Bunny war böse" vor.

Duration:00:05:50

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Gerhard Henschel: "Oma Jever"

5/6/2026
Gerhard Henschel ist innerhalb der deutschen Gegewartsliteratur der Dokumentarist in eigener Sache. Die Romane um sein literarisches Alter Ego Martin Schlosser zeichnen seinen eigenen Lebensweg nach, vom "Kindheitsroman" über den "Künstlerroman" bis zum "Großstadtroman". Zwölf Martin Schlosser-Romane hat er in den letzten zwanzig Jahren vorgelegt, und wer sie gelesen hat, kennt auch "Oma Jever" als Teil, als Herz der Familie. Ihr ist nun ein eigenes Buch gewidmet, das genau so heißt: "Oma Jever". Jörg Magenau hat es gelesen.

Duration:00:06:27

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Ellika Lagerlöf: „Body. Stories“

5/6/2026
Der Trend geht schon seit Jahren zu autobiografischen oder autofiktionalen Büchern. Viele Neuerscheinungen kreisen um das Leben der Autor*innen. Hinzu kommt oft ein Ruf nach Wahrheit und historischer oder aktueller Genauigkeit. Die junge schwedische Autorin Ellika Lagerlöf ignoriert mit ihrem Debüt diesen Trend völlig und legt stattdessen einen surrealistischen Erzählungsband vor: „Body. Stories“, der heute auf Deutsch erscheint. Irène Bluche stellt das ungewöhnliche Debüt vor.

Duration:00:04:53

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Devika Rege: "Die rastlosen Jahre"

5/5/2026
In ihrem Debütroman "Die rastlosen Jahre" (Originaltitel: Quarterlife) beschreibt Devika Rege das Mumbai nach einer historischen Wahl aus der Sicht von drei jungen Menschen. Naren kehrt nach Jahren an der Wall Street in ein Indien zurück, das ihm zugleich vertraut und fremd geworden ist. Amanda arbeitet in einem Slum für eine internationale NGO. Rohit, Narens Bruder, sucht nach Zugehörigkeit und gerät zunehmend in den Sog des erstarkenden Hindu-Nationalismus. Was die drei verbindet, sind Freundschaft, Loyalität und Begehren - und die Erfahrung, dass politische Überzeugungen immer stärker in ihr privates Leben eingreifen und vertraute Bindungen verändern. Nadine Kreuzahler stellt das Buch vor.

Duration:00:06:22

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Die SWR-Bestenliste im Mai

5/4/2026
Die SWR-Bestenliste ist eine Empfehlungsliste und damit ein Gegenprogramm zu den Bestsellerlisten, die sich nach den Verkaufszahlen richten. Für die SWR-Bestenliste wählen jeden Monat 30 Kritikerinnen und Kritiker ihre Lieblingsbücher aus. Eine davon ist unsere Literaturredakteurin Anne-Dore Krohn. Sie weiß, welche Titel auf der SWR-Bestenliste im Mai stehen.

Duration:00:08:11

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Vom Skandalbuch zum Klassiker: "Chéri" von Colette: Der Huiuiui-Effekt

5/4/2026
Der Roman „Chéri“ der französischen Schriftstellerin Colette war 1920 ein Skandal gilt inzwischen als literarischer Klassiker. Wir senden jetzt im Mai das Hörbuch in 13 Folgen. Und sind gespannt: Wie wirkt diese Geschichte heute? Was macht Spaß, was irritiert und welche Infos bräuchte man dazu? Als Appetizer gibt’s deshalb jede Woche eine Mitlese-Kolumne von Doris Anselm. Die erste jetzt – mit kleinen Geständnissen und einem „Venushalsband“.

Duration:00:04:09

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Buchmesse für russischsprachige Exilliteratur "Berlin-Bebelplatz"

4/30/2026
Als Russland vor vier Jahren seinen Großangriff auf die Ukraine startete, wurden Stimmen laut, die einen Boykott russischer Kultur forderten. Dazu ist es nie gekommen, aber russischsprachige Autoren haben es - auch wenn sie den Krieg verurteilen - schwer. Morgen beginnt in Berlin eine Buchmesse, die diesen Autoren helfen soll. Sie nennt sich „Berlin-Bebelplatz“, weil sie an die Bücherverbrennung im Jahr 1933 erinnern will. Das Putin-Regime verfolge oppositionelle Autoren ebenso wie die Nazis, betonen die Organisatoren. - Doch warum ist eine Messe für die russischsprachige Exilliteratur so wichtig? Shelly Kupferberg spricht mit Olga Tschesnokowa, der Leiterin der Messe.

Duration:00:06:54

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Wo das Leben spielt: "Die Straße" von Robert Seethaler

4/29/2026
Robert Seethalers Romane erreichen ein Millionenpublikum, gehören zur Schullektüre und zwei seiner berühmtesten Bücher, "Der Trafikant" und "Ein ganzes Leben", wurden verfilmt. Es ist oft die Welt im Kleinen, von der Robert Seethaler in seiner poetischen und klaren Sprache erzählt. Morgen erscheint sein neuer Roman "Die Straße". Dabei geht es nicht um eine besondere oder berühmte Straße, sondern um irgendeine Straße, "irgendwo dazwischen". Auf radio3 spricht Robert Seethaler mit Katja Weber über scheinbar unbedeutende Ort und ihre Geschichten.

Duration:00:10:28

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Sharon Dodua Otoo: "So, in etwa, ist es geschehen"

4/29/2026
Sie ist eine der bekanntesten Schwarzen Autorinnen Deutschlands: Sharon Dodua Otoo. Die Britin lebt schon seit 20 Jahren in Berlin. 2016 erschien ihr Erzählband "Herr Gröttrup setzt sich hin": Ein gesellschaftskritischer aber auch humorvoller Text in dem ein zu weich gekochtes Ei die eigene Identität hinterfragt. Mit diesem Text gewann Sharon Dodua Otoo auf Anhieb den renommierten Ingeborg Bachmann Preis - als erste britische und auch als erste Schwarze Autorin überhaupt. 2022 erschien "Adas Raum", ihr sehr erfolgreicher Debütroman. Und heute erscheint nun Sharon Dodua Otoos von vielen lang ersehnter, neuer Roman "So, in etwa, ist geschehen". Georgina Fakunmoju hat das Buch gelesen.

Duration:00:07:21

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"Nein sagen" - Buchpremiere mit Matthias Brandt im Berlin

4/29/2026
In seinem neuen Buch "Nein sagen" erinnert der Schauspieler Matthias Brandt an die Widerstandskämpfer:innen des 20. Juli 1944, die nach dem gescheiterten Attentat auf Adolf Hitler ermordet wurden. Zugleich würdigt er das politische Engagement seiner Eltern - des späteren Bundeskanzlers Willy Brandt und seiner Frau Rut - im Kampf gegen das NS-Regime und reflektiert über aktuelle Gefährdungen der Demokratie durch Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit. Gestern hat Matthias Brandt das Buch im Berliner Ensemble vorgestellt. Oliver Kranz war vor Ort.

Duration:00:05:47

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"Wer die Nachtigall stört" - zum 100. Geburtstag von Harper Lee

4/28/2026
Nur wenige Bücher sind in den USA so populär wie "To Kill a Mockingbird" ("Wer die Nachtigall stört") von Harper Lee. Es ist 1960 erschienen und beschreibt den ganz alltäglichen Rassismus in einer amerikanischen Kleinstadt 30 Jahre zuvor. Ein weißer Anwalt begehrt dagegen auf, in der Verfilmung von 1962 gespielt von Gregory Peck - eine amerikanische Heldenfigur. Das Buch wurde 40 Millionen Mal verkauft und brachte Harper Lee den Pulitzerpreis ein. Genau heute vor 100 Jahren wurde sie geboren. Wir blicken mit der Amerikanistin Hannah Spahn von der Freien Universität Berlin auf das Leben der Autorin und auf ihr berühmtes Buch.

Duration:00:08:22

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Dror Mishani: "Nicht"

4/28/2026
Der israelische Autor Dror Mishani ist Übersetzer, Literaturdozent in Tel Aviv und hierzulande bekannt geworden mit seinen Kriminalromanen um den Ermittler Avi Avraham. Zuletzt erschien sein Tagebuch "Fenster ohne Aussicht", das am 7. Oktober 2023 einsetzt und auf den veränderten Alltag nach den Morden der Hamas reagiert. Mishani suchte da nach einer eigenen Position, wehrte sich gegen den Impuls, Rache zu nehmen und positionierte sich gegen die zerstörerische Politik Benjamin Netanjahus. Jetzt gibt es einen neuen Roman von Dror Mishani mit dem knappen Titel "Nicht". Jörg Magenau hat ihn gelesen.

Duration:00:06:47

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100. Geburtstag von Harper Lee

4/28/2026
Heute vor 100 Jahren wurde die US-amerikanische Schriftstellerin Harper Lee geboren. Weltberühmt wurde sie mit ihrem 1960 erschienenen Debütroman "Wer die Nachtigall stört" ("To Kill a Mockingbird"), der Rassismus und gesellschaftliche Ungerechtigkeit im Süden der USA thematisiert und 1961 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet wurde. Giselle Ucar erinnert an Harper Lee und geht der Frage nach, wie aktuell ihr Werk heute noch ist.

Duration:00:05:03

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Helmut Krausser: "Wer hat uns je geliebt?"

4/27/2026
Platzende Köpfe, ein Mann ohne Identität und eine Mordermittlerin zwischen Wahn und Wirklichkeit: Der neue, bereits 20. Roman des in Berlin lebenden Schriftstellers Helmut Krausser treibt ein doppelbödiges Spiel. "Wer hat uns je geliebt?" ist dabei gleichzeitig ein pulsierendes Panorama des gegenwärtigen Berlins und ein Versuch über die Liebe. Nadine Kreuzahler hat ihn gelesen.

Duration:00:05:32

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radio3 Kultursalon: "Der Fürst und seine Erben" – Peter Sloterdijk

4/25/2026
Der Philosoph Peter Sloterdijk ist einer der großen Denker der Gegenwart. radio3 feiert die Premiere seines neuen Buches. Es heißt "Der Fürst und seine Erben. Über große Männer im Zeitalter der gewöhnlichen Leute". Die Veranstaltung im STUDIO 14 – DIE rbb-DACHLOUNGE am 22. April 2026 wird moderiert von Thomas Böhm.

Duration:00:52:07

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Fernando Aramburu: "Fabula"

4/24/2026
Der spanische Schriftsteller Fernando Aramburu, der seit 1984 in Hannover lebt, hatte vor zehn Jahren mit dem 900-Seiten Roman "Patria" gewaltigen Erfolg. Das Buch, das vom Terror der baskischen Befreiungsorganisation ETA handelt, wurde mit Preisen überhäuft, in zwanzig Sprachen übersetzt und verfilmt. Nach zwischenzeitlich zwei anderen Büchern hat sich Aramburu nun erneut dem ETA-Thema zugewandt. Der Roman "Fabula" handelt von jungen Leuten, die für die Freiheit des Baskenlandes kämpfen wollen, aber offenbar weit mehr Idealismus haben als Knowhow. Arno Orzessek hat das Buch gelesen.

Duration:00:05:54

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Antje Damm: Agathe. Papas Schildkröte und ich

4/23/2026
Seit über 25 Jahren schreibt und illustriert Antje Damm Bücher für Kinder. Sie spielt mit Perspektiven, geht gestalterisch originelle Wege, stellt philosophische Fragen oder schaut humorvoll auf Themen wie Familie und Freundschaft. 2025 wurde sie für ihr Gesamtwerk mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis in der Kategorie Illustration ausgezeichnet. Heldin ihres neuen Buches ist ein besonderes Haustier: „Agathe. Papas Schildkröte und ich“. Unsere Kinderbuch-Expertin Sonja Kessen stellt es vor.

Duration:00:08:02

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Nenad Veličković: "Der Vater meiner Tochter"

4/23/2026
Man nehme die Belagerung Sarajevos, ein Museum, das zum Bunker und zur Notgemeinschaft wird, eine ordentliche Prise Witz und eine 18-Jährige, die entlarvende Fragen zum Weltgeschehen stellt. Aus diesen Zutaten macht der bosnische Schriftsteller Nenad Veličković einen Roman über Krieg, der Herzen erwärmt und Menschen zum Lachen bringt: den Roman "Nachtgäste", schon vor 30 Jahren erstmals erschienen, letztes Jahr dann noch einmal mit mehr Resonanz bei Jung und Jung. Für den deutsch-bosnischen Schriftsteller Saša Stanišić ist "Nachtgäste" gar das beste Buch, das er über Krieg gelesen hat. Doch mit dem Ende von Krieg und Belagerung hat der Wahnsinn nicht aufgehört. Und in diese Trümmerzeit der späten 90er Jahre in Sarajevo holt uns Nenad Veličković mit seinem Roman "Der Vater meiner Tochter", gerade bei Jung und Jung erschienen. Sarah Murrenhoff erzählt auf radio3 von ihrer Lektüre.

Duration:00:05:57

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Peter Sloterdijk im radio3-Kultursalon in der rbb-Dachlounge

4/23/2026
In seinem aktuellen Buch "Der Fürst und seine Erben" zieht Peter Sloterdijk einen Zusammenhang zwischen aktuellen autokratischen Herrschern wie Putin, Trump oder Xi zum amoralischen Fürsten, den Niccolò Machiavelli im Buch „Il principe“ konzipiert hat. Denn sie haben gelernt, „nicht gut zu sein“ – laut Machiavelli eine der wichtigsten Eigenschaft eines Herrschers. Gestern Abend diskutierte Peter Sloterdijk im radio3-Kultursalon seine Thesen. Wie kontrovers das war, weiß Arno Orzessek.

Duration:00:07:04

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Daniela Dröscher: "Sprechen"

4/22/2026
In ihrem neuen Buch "Sprechen" geht Daniela Dröscher der Frage nach, wie Sprache Verständigung ermöglicht. Aufgewachsen in Hunsrück zwischen dem Hochdeutsch der Mutter und pfälzischem Dialekt erlebte sie Sprechen zunächst als Anpassung und schließlich als Verstummen. Offen beschreibt die Autorin ihren Weg von der schweigenden zur öffentlich sprechenden Frau. Anne-Dore Krohn hat das Buch gelesen.

Duration:00:08:04