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Aus der Bibliothekswissenschaft

Education Podcasts

Ein Podcast für den Transfer von Wissen aus der Bibliothekswissenschaft in die Bibliothekspraxis. Anwendungsorientiert werden Studien und Diskussionen aus der Forschung diskutiert. Er richtet sich vor allem an Bibliotheken und Menschen, die in Bibliotheken arbeiten.

Location:

Germany

Description:

Ein Podcast für den Transfer von Wissen aus der Bibliothekswissenschaft in die Bibliothekspraxis. Anwendungsorientiert werden Studien und Diskussionen aus der Forschung diskutiert. Er richtet sich vor allem an Bibliotheken und Menschen, die in Bibliotheken arbeiten.

Twitter:

@Bureau_BW

Language:

German


Episodes
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Nummer #29: Die Richtlinien für das Volksbüchereiwesen (1937) - das erste Bibliotheksgesetz im DACH-Raum

5/28/2024
Die 29. Ausgabe des "Podcasts aus der Bibliothekswissenschaft" ist einem bibliothekshistorischem Thema gewidmet, nämlich den "Richtlinien für das Volksbüchereiwesen", die 1937 für das nationalsozialistische Deutschland erlassen wurden. Diese Richtlinien stellen, wie ich argumentieren werde, das erste Gesetz für Öffentliche Bibliotheken im DACH-Raum dar. Sie stellen einen gewissen Endpunkt von Diskussionen dar, welche in der Weimarer Republik begonnen wurden. Der Podcast stellt einen Vortrag dar, welcher auf der 50. Jahrestagung der Vereinigung der juristischen Bibliotheken der Schweiz im Mai 2024 in St. Gallen gehalten wurde.

Duration:00:26:55

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Nummer #28: Social work in public libraries

2/27/2024
Diese Ausgabe von “Aus der Bibliothekswissenschaft” beschäftigt sich nur mit einem Thema, nämlich dem Einsatz von Sozialarbeiter*innen in Öffentlichen Bibliotheken. Hauptfokus ist eine Schwerpunktausgabe des Journal of the Australian Library and Information Association zum Thema, die Ende 2023 erschienen ist. Sie wird ergänzt durch weiter Literatur. Allerdings stammt diese alle aus den englischsprachigen Ländern des globalen Nordens (bis auf einen Text aus Indien). In diesen Ländern scheint das Thema und auch der konkrete Einsatz von Sozialarbeiter*innen in den letzten Jahren massiv zugenommen haben. Hier gebe ich einen Überblick dazu.

Duration:00:19:35

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Nummer #27: Hat die Bibliothek einen demokratischen Kern? Ist sie von sich aus offen? (Vortrag)

11/23/2023
Die Ausgabe #27 des Podcast “Aus der Bibliothekswissenschaft” besteht hauptsächlich aus einem Vortrag, der Anfang November 2023 auf dem schweizerischen Bibliothekskongress in Zürich gehalten wurde. Titel des Vortrags war “Hat die Bibliothek einen demokratischen Kern?” Dabei ging es um allgemein öffentliche Bibliotheken. Grundsätzlich ist dies ein bibliothekshistorischer Vortrag: Es ging um die Frage, ob die in den letzten Jahren oft aufgestellte These, dass diese Bibliotheken quasi von sich aus eine demokratische Einrichtung darstellen würden, halten lässt. Falls es einen solchen Kern gibt, sollte er sich in der Geschichte der Bibliotheken, zumindest in der modernen Gesellschaft seit der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert zeigen. Im Vortrag wird das Bibliothekssystem, beziehungsweise Volksbüchereisystem, im DACH-Raum zu drei verschiedenen Zeitpunkten geschildert und dann geschaut, ob sich dort dieser demokratische Kern zeigt.

Duration:00:29:17

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Nummer #26: Bilderbücher und ihre Nutzung, Forschungsdatenmanagement über die Disziplinen hinweg

11/13/2023
In der Ausgabe 26 des Podcast «Aus der Bibliothekswissenschaft» geht es um zwei ganz unterschiedliche Themen. In der ersten Sektion wird eine Studie zur Nutzung von Bilderbüchern in Kindergärten vorgestellt, in der zweiten eine zum konkreten Forschungsdatenmanagement einer grossen Zahl von Forschenden. Beide Texte stammen nicht direkt aus der Bibliothekswissenschaft, aber sie sind beide für Bibliotheken relevant. In der ersten Studie wird dargestellt, wie sich Bilderbücher in den letzten Jahren entwickelt haben und dann, wie sie im konkreten Alltag eines Kindergartens von den dortigen Erzieher*innen eingesetzt werden. Bilderbücher spielen auch in den Öffentlichen Bibliotheken eine grosse Rolle, aber darüber, wie sie genutzt werden könnten oder tatsächlich genutzt werden, gibt es kaum Forschung. Deshalb ist diese Studie instruktiv. In der zweiten Studie wird dann eine Umfrage unter Forschenden dazu vorgestellt, wie sie konkret Forschungsdaten managen und nutzen. Die Besonderheit ist hier tatsächlich die Anzahl der Forschenden, die befragt wurden, nämlich über 3000, die zudem aus praktisch allen Forschungsdisziplinen stammen. Im Ergebnis zeigt sich, dass die Vermutung, dass das Forschungsdatenmanagement sich zwischen den Disziplinen unterscheidet, wohl stimmt.

Duration:00:31:21

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Nummer #25: Kosten von Zeitschriftenlizenzen versus andere Zugänge für eine kleine Hochschule, Forschungsdatenmanagement in kanadischen Hochschulbibliotheken

9/19/2023
In der 25.ten Ausgabe des Podcasts «Aus der Bibliothekswissenschaft» geht es um Themen aus dem Bereich der Wissenschaftlichen Bibliotheken. Die erste Studie stammt aus einem kleinen, auf den Lehrbetrieb ausgerichteten Community College in den USA, in dem sich die Bibliothek fragte, ob die Kosten für die Zeitschriftenlizenzen sinnvoll ausgegeben werden. Dazu untersuchten sie, welche Artikel von den Studierenden tatsächlich in ihren Arbeiten genutzt werden und schauten, auf welchem Weg sie sich diese besorgt haben könnten. Interessant an diesem Text ist auch, dass die Bibliothek hier einer Definition von Open Access folgt, die im Bibliotheksbereich ansonsten zu Recht als falsch angesehen wird. Die zweite Studie, welche besprochen wird, interessiert sich dafür, was eigentlich die Kolleg*innen, die an kanadischen Hochschulbibliotheken im Bereich Forschungsdatenmanagement arbeiten, konkret tun. Dabei zeigt sich, dass dieser Arbeitsbereich sehr offen ist und keinen klaren Inhalt hat.

Duration:00:30:17

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Nummer #24: Ausleihen während der Lockdowns 2020/2021, Bilderbücher in Sprachcafés

8/28/2023
In der vierundzwanzigsten Ausgabe des Podcasts «Aus der Bibliothekswissenschaft» geht es um Öffentliche Bibliotheken, einmal in Australien und einmal in Norwegen. Zudem, im Interlude, um Zeitschriften im Bibliotheks-/Bibliothekswissenschaftlichen Bereich. Die erste Studie untersucht, anhand von Daten zweier Bibliothekssystems aus der Umgebung von Sydney, New South Wales, wie sich die Ausleihe physischer und elektronischer Medien während der ersten zwei Jahre der COVID-19 Pandemie – inklusive, in New South Wales, zweier Lockdowns – entwickelt hat. Gab es auffällige Verschiebungen bei den Ausleihen? Gab es Unterschiede bei den Ausleihen während der beiden Lockdowns? In der zweiten Studie geht es um Sprachcafés, die in norwegischen Bibliotheken durchgeführt werden, spezifisch um solche, in denen Bilderbücher genutzt werden. Bei diesen Veranstaltungen sprechen Menschen explizit norwegisch, um diese Sprache zu lernen beziehungsweise direkt anzuwenden. Der Text fragt, wie die Teilnehmenden und die durchführenden Ehrenamtlichen den Einsatz von Bilderbüchern sehen. Zudem geht er auf Bilderbücher an sich ein. Im Interlude, angesichts der kürzlich erfolgten Einstellung der Informationspraxis, einige Worte zum Zeitschriftenwesen im Bibliothekswesen.

Duration:00:31:01

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Nummer #23: Digitale Bibliotheken als Scriptorium 2.0? Die Entwicklung der bibliothekarischen Fachzeitschriften im DACH-Raum.

6/21/2023
In der 23. Ausgabe des Podcasts aus der Bibliothekswissenschaft geht es zuerst um eine Monographien aus der Mediävistik. Bridget Whearty untersucht in dieser, was Digitalisate mittelalterlichen Handschriften eigentlich sind und welche Arbeit hinter ihnen steht. Sie postuliert, dass sich diese Arbeit in gewisser Weise analog zu der Arbeit, welche in mittelalterlichen Skriptorien in Europa geleistet wurde, verstehen und untersuchen lässt. Im Buch zeigt sie nicht nur, was das für Arbeit ist (und kann dabei auf Erfahrungen als Mitarbeiterin in solchen Projekten, aber auch aus Interviews mit Bibliothekarinnen zurückgreifen), sondern sie stellt die aktuellen Digitalisierungsprojekte auch in eine historische Perspektive zu früheren Versuchen mit der jeweils zu einem Zeitpunkt vorhandenen Technologien, Zugang zu den Handschriften zu schaffen. Im zweiten Teil wird über ein Projekt zur Entwicklung der bibliothekarischen Fachzeitschriften im DACH-Raum in den letzten zwanzig Jahren (genauer von 2001 bis 2021) eingegangen, welches der Sprecher dieses Podcasts im letzten Jahr durchgeführt hat. Die Ergebnisse des Projektes sind grösstenteils publiziert und werden hier zum Anlass genommen, noch einmal etwas freier über das Projekt zu reflektieren.

Duration:00:42:13

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Nummer #22: Die Public Library als Ort für Menschen mit Demenz. Bibliothekar*innen als sichtbare und unsichtbare Mitarbeitende in medizinischen Systematic Reviews

6/5/2023
Die Ausgabe 22 des Podcast “Aus der Bibliothekswissenschaft” bespricht zwei gänzlich unterschiedliche Studien. Verbindendes Element ist, dass sie beide in der jeweiligen Diskussion als Sprungbrett genutzt werden, um einige eher grundsätzliche Fragen anzuschneiden. In der ersten Studie geht es um eine Veranstaltungsreihe, die in einer Public Library in Montreal für Menschen mit Demenz angeboten wird. Die Veranstaltung selber ist relativ low-key gehalten, hat aber offenbar sehr positive Effekte – und zwar nicht nur für die Menschen mit Demenz, sondern auch für deren Pflegepersonen und für die Bibliothekarinnen. Die zweite Studie beschäftigt sich damit, ob und wie Bibliothekarinnen in Systematic Reviews, die in der medizinischen Forschung erstellt werden, erwähnt sind. Das Thema ist sehr spezifisch für Medizinbibliothek. Aber in diesen ist die Unterstützung solcher Reviews, also vor allem die Planung und Durchführung von Recherchen, zu einem wichtigen Arbeitsfeld geworden. Aber, obgleich es ein Spezialthema ist, reisst die besprochene Studie Fragen über die “Sichtbarkeit” und “Unsichtbarkeit” von bibliothekarischer Arbeit an.

Duration:00:37:47

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Nummer #21: Was ist eine “öffentliche Bibliothek” für die Soziale Arbeit? Lese- und Gebrauchsspuren in Gedichtbänden des 19. Jahrhunderts

3/17/2023
Die 21.te Ausgabe des Podcast beschäftigt sich mit zwei Monographien aus anderen Forschungsfeldern als der Bibliothekswissenschaft selber, die aber beide “Bibliothek” in ihrem Titel stehen haben. Es zeigt sich, dass das, was sich unter der Bibliothek und den Aufgaben von Bibliotheken vorgestellt wird, recht unterschiedlich sein kann - und immer anders, als es in der Bibliothekswissenschaft und dem Bibliothekswesen selber verstanden wird. In der ersten Arbeit geht es darum, ob eine Bibliothek einen rassismuskritischen Lernort darstellen kann. Hier im Podcasts interessiert uns dabei vor allem, was sich die Autorin unter einer “öffentlichen Bibliothek” und deren Möglichkeiten vorstellt. Grundsätzlich scheint sie eine Vorstellung von den Möglichkeiten und Praxen von Bibliotheken zu haben, die nicht mit der eigentlichen Institution “Öffentliche Bibliothek” übereinstimmen. Vielmehr beschreibt und untersucht sie eine Vereinsbibliothek mit einem explizit politischen und pädagogischem Programm. Die zweite Arbeit beschäftigt sich mit den Lese- und Gebrauchsspuren, welche im 19. Jahrhundert in Gedichtbänden hinterlassen wurden. Der Autor dieser Arbeit argumentiert, dass die Bestände von Bibliotheken aus dem 19. Jahrhundert erhalten bleiben müssen, wenn sie solche Spuren aufweisen, weil aus diesen viel darüber gelernt werden kann, wie, wozu und in welchem Masse Menschen damals Lyrik gelesen haben.

Duration:00:24:30

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Nummer #20: Nutzung von kenianischen Universitätsbibliotheken, Wie autonom arbeiten Bibliothekar*innen in Public Libraries

2/8/2023
In der ersten Studie, die in der zwanzigsten Ausgabe des Podcast “Aus der Bibliothekswissenschaft” besprochen wird, geht es grundsätzlich darum, ob die Universitätsbibliotheken in Kenia den Anforderungen durch die dortigen Studierenden gerecht werden. Besprochen wird die Studie aber auch, weil die Ergebnisse eigentlich zeigen, dass die Bibliotheken recht gut aufgestellt sind, aber die Autorinnen sie trotzdem als traditionell und nicht zukunftsgewandt beschreiben. Es wird diskutiert, wie die Autorinnen auf diese Einschätzung kommen. In der zweiten Studie wird die konkrete Arbeit von Bibliothekar*innen in US-amerikanischen Public Libraries in den Blick genommen. Die Frage ist, ob und wenn ja, wie autonom sie in ihrer alltäglichen Arbeit handeln können. Es zeigt sich, dass sie schon sehr kreativ sind, aber vor allem dabei, Workarounds um Regeln und Anforderungen zu schaffen, damit sie ihre Arbeit trotz allen Schwierigkeiten schaffen können. Im Interlude der Hinweise auf das aktuell ausgeschriebene Stipendium des LIBREAS-Vereins.

Duration:00:27:41

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Nummer #19: Lerntheorien, Wärmebildkameras als Personenzähler und standardisierte Forschungsinstrumente

1/18/2023
Verbindendes Thema der beiden Studien, die in der 19.ten Ausgabe des Podcast “Aus der Bibliothekswissenschaft” vorgestellt werden, ist die Frage, ob Forschungsinstrumente aus anderen Wissenschaften auch in Bibliotheken und für Fragen, die Bibliotheken interessieren, eingesetzt werden können. Die Antwort ist beides Male grundsätzlich positiv. In der ersten Studie geht es um ein Instrument aus den Erziehungswissenschaften, mit denen gemessen wird, wie sich Lehrpersonen vorstellen, wie das Lesenlernen von Kindern funktioniert. Hier wird das Instrument bei Studierenden eingesetzt, die nach dem Studium die Leseförderung in kanadischen Öffentlichen Bibliotheken übernehmen sollen. Die zweite Studie setzt Wärmebildkameras ein, um zu messen, wie viele Personen sich in einer Bibliothek befinden. Diese Daten sind offenbar einfacher zu erheben, als mit anderen Mitteln, zumal über einen längeren Zeitraum. Und sie sind datenschutzrechtlich weniger schwierig, weil sie nur die Anzahl der Personen erheben, sonst keine Daten.

Duration:00:33:11

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Nummer #18: Status Quo der Overlay Journals. Wer schreibt Forschungssoftware?

12/13/2022
Die 18. Ausgabe des Podcasts “Aus der Bibliothekswissenschaft” fokussiert auf Themen, die relevant für Wissenschaftliche Bibliotheken sind, auch wenn es nicht direkt um Bibliotheken gehen wird. In der ersten Sektion wird eine Studie vorgestellt, welche beschreibt, wie sich Overlay Journals in den letzten Jahren entwickelt haben. Diese Journals - welche wissenschaftliche Artikel veröffentlichen, die zuvor auf Repositories publiziert wurden - werden manchmal als Modell für eine mögliche Weiterentwicklung des wissenschaftlichen Publikationswesen dargestellt. Die Studie zeigt nun, dass die Zahl dieser Journals zumindest bislang gering ist. Sie mögen ein Modell darstellen, haben aber noch keine grosse Veränderung angestossen. In der zweiten Sektion geht es um die Frage, welche Personen Forschungssoftware schreiben und wie sie dabei Version Control Systems nutzen. Ein wenig geht es auch darum, ob und wie sie die Langzeitarchivierung dieser Software garantieren. Es zeigt sich, dass - wenig überraschend - dies vor allem im MINT-Bereich und ein wenig in den Sozialwissenschaften geschieht, dass nicht nur Forschende, sondern vor allem Personen aus dem nicht-wissenschaftlichen Mittelbau diese Software schreiben und das rund die Hälfte nicht wirklich für eine langfristige Archivierung der Software sorgt. In dieser Sektion wird am Ende kurz besprochen, was Bibliotheken aus solchen Ergebnissen lernen können. Im Interlude wird kurz die aktuelle Schwerpunktausgabe “Empowering Representations: Rethinking Surrogates from the Margins” der Cataloging & Classification Quarterly besprochen.

Duration:00:24:03

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Nummer #17: Bücher in Offenen Bücherschränken, Sicht von Migrat*innen auf (britische) Public Libraries

11/21/2022
In der siebzehnten Ausgabe von “Aus der Bibliothekswissenschaft” wird zuerst eine Studie zu den Büchern, welche in Seattle in Offenen Bücherschränken eingestellt werden, vorgestellt. Dabei wird es nicht nur um die eigentlichen Ergebnisse gehen, sondern auch darum, wie langsam Methoden entwickelt wurden und sich verbreiten, um Fragen rund um Offene Bücherschränke zu untersuchen. In der zweiten Sektion geht es dann um eine Studie dazu, wie Migrantinnen in Grossbritannien Public Libraries wahrnehmen, allerdings nicht aus dem Mund von Migratinnen selber, sondern von Personen, die mit Migratinnen arbeiten. Sichtbar wird dabei eine gewisse Kluft zwischen Bibliotheken und Migratinnen selber, die sich aus der spezifischen Situation der erzwungenen Migration erklären. Aber auch das ist Bibliotheken hilfreich zu wissen.

Duration:00:23:04

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Nummer #16: Die schwedische Digitalstrategie und die Öffentlichen Bibliotheken; Wie in Benutzungsordnung über Nutzer*innen gesprochen wird

10/26/2022
In der sechzehnten Ausgabe des Podcast “Aus der Bibliothekswissenschaft” beschäftigen wir uns zuerst mit Essays, die schwedischen Bibliothekarinnen in Schreibworkshops zu der Frage erarbeitet haben, wie sich die nationale Digitalstrategie auf ihre eigene Arbeit auswirkt. Dabei steht vor allem der Umgang mit Nutzerinnen im Mittelpunkt, die Probleme mit digitalen Angeboten haben. Der Text, den wir besprechen, argumentiert, dass es sich bei dieser Arbeit um eine weitere Form von “Pflegearbeit” handelt, die jetzt von Öffentlichen Bibliotheken - und dort oft von Frauen - übernommen werden müssen, weil die Politik die genannte Strategie umsetzen möchte. Im zweiten Text geht es dann darum, wie in Benutzungsordnungen US-amerikanischer Wissenschaftlicher Bibliotheken über Nutzerinnen geschrieben wird. Die Ergebnisse sind nicht so rosig. Vielmehr erscheint es so - zumindest der Meinung der Autorin nach -, als würden die Nutzerinnen als Personen angesehen, denen man nicht vertrauen kann und denen man vor allem Dinge verbieten muss.

Duration:00:24:02

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Nummer #15: Wie funktioniert Partizipation bei bibliothekarischen Bauprojekten?, Ist die “Einmal-Einführung” in Wissenschaftlichen Bibliotheken erfolgreich?

10/11/2022
In der 15. Ausgabe des Podcast “Aus der Bibliothekswissenschaft” wird zuerst eine australische Studie über Partizipation in Bauprojekten (Neubau und Umbau) von Öffentlichen Bibliotheken besprochen. Befragt wurden Bibliothekarinnen und Architektinnen, die an solchen Projekten beteiligt waren. Wie haben die Beteiligung eingebunden, umgesetzt und wahrgenommen? Es zeigt sich, dass das Beteiligungsformen grundsätzlich etabliert sind, aber in der Praxis doch sehr unterschiedlich ist. Ausserdem scheinen Bibliotheken in diesen Projekten eine grössere Interpretationsmacht haben, als sie vielleicht wahrnehmen. In der zweiten Sektion wird eine Studie zu der Frage vorgestellt, welche Effekte kurze Schulungen von Studierenden in Bibliotheken – zur Einführung in die Angebote der Bibliothek oder Recherche – haben. Es zeigt sich, dass sie zumindest keine negativen Effekte haben. Aber das ist weniger die eigentliche Crux mit der Studie. Im Interlude ein Hinweis auf zwei aktuelle Calls for Papers für Bibliothekskonferenzen.

Duration:00:30:11

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Nummer #14: Was schätzen australischen Nutzer*innen an ihren Public Libraries? Was steht in aktuellen Jahresberichten Öffentlicher Bibliotheken?

7/12/2022
Die 14. Ausgabe des Podcasts “Aus der Bibliothekswissenschaft” beschäftigt sich vollständig mit Öffentlichen Bibliotheken. In der ersten Sektion wird eine Studie aus New South Wales, Australien, besproche, bei der während des Lockdowns November-Dezember 2021 Nutzerinnen danach gefragt wurden, was sie an ihrer jeweiligen Public Library vermissen (falls überhaupt). Sie wurden auch gefragt, wie sie die Bibliotheken zuvor benutzt hatten. Es zeigte sich, dass die Nutzerinnen recht positiv gegenüber den Bibliotheken eingestellt waren und zu grossen Teilen auch vorhatten, sie nach dem Lockdown im gleichen Masse oder mehr zu nutzen als zuvor. Interessant war, dass sie dabei vor allem auf Angebote und Nutzungsweisen abzielten, die eher als “klassisch” beschrieben werden können: Ausleihe von Büchern, Browsen im Regal, Besuche mit Kinder, Lernen und Lesen in der Bibliothek. Sie nutzten die Bibliotheken auch, um soziale Kontakte zu pflegen, aber eher im Low-Level-Bereich. Andere Nutzungsweise gab es, aber selten. In der zweiten Sektion wird die Auswertung von 50 Jahresberichten von Öffentlichen Bibliotheken aus dem DACH-Raum über das Jahr 2021 vorgestellt. Die Ergebnisse unterstützten in gewissem Masse die aus der ersten Studie. Bibliotheken im DACH-Raum beschrieben ihre Arbeit vor allem an den “klassischen” Themen Bestand, Leseförderung und Arbeit für Kinder orientiert. Sie beschreiben sich als, den Umständen entsprechend, erfolgreich und auch in Veränderung begriffen - aber sehr auf diese Themen orientiert. Themen und neue Angebote, welche die bibliothekarische Diskussion sonst prägen, finden sich in den Jahresberichten immer nur in Ausnahmefällen. Sie sind also nicht irrelevant, aber andere Themen sind in der Praxis relevanter. Eine Sache, die heraussticht, ist, wie wichtig offenbar das Schreiben von Förderanträge für Öffentliche Bibliotheken im DACH-Raum geworden ist.

Duration:00:30:33

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Nummer #13: Statistische Daten zum Einfluss der COVID-19 Pandemie auf britische Public Libraries. Was publizieren Frauen zur Bibliothekstechnik?

6/16/2022
Ein (weiterer) Text über Bibliotheken in der COVID-19 Pandemie stellt anhand statistischer Daten da, wie sich bestimmte Kennzahlen in britischen Public Libraries 2020/21 entwickelten. Auch wenn es nicht so gesagt wird, ist es zudem ein Beitrag über die Krise des britischen Bibliothekswesens. Die Zahlen zeigen einen massiven Einbruch und auch, dass elektronische Medien beziehungsweise das Zurverfügungstellen solcher, nicht als Ersatz für die Ausleihe physischer Medien wirken. Im Podcast gibt es zudem, auf der Basis einer Publikation, die gerade entsteht, einige Worte dazu, wie die Situation im DACH-Raum war. Kurz: Nicht so krisenhaft, wie in Grossbritannien. In der zweiten Studie, die vorgestellt wird, geht es um die Frage, ob und wenn ja, zu welchen Themen Frauen über Bibliothekstechnologie publizieren. Das ist relevant, weil bekanntlich das Bibliothekswesen selber heute feminisiert ist, aber es Bereiche gibt - gerade solche, die mit angeblich männlichen Charakteristika wie Innovation, Führungsfähigkeit oder halt Technikinteresse - verbunden werden. Interessant an der Studie ist auch, dass sie selber eine Studie von 2009 reproduziert, welche die gleiche Frage schon einmal gestellt hatte. Im Interlude Hinweis auf die neue Format der RESSI und die neue Ausgabe der LIBREAS. Library Ideas.

Duration:00:26:18

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Nummer #12: Ausstellung in Bibliotheken. Die Arbeit von bibliotheksinternen Kommissionen für Diversität und Inklusion

5/20/2022
In der zwölften Ausgabe des Podcasts “Aus der Bibliothekswissenschaft” werden wieder zwei unterschiedliche, aktuelle Studien besprochen. Was beide Studien verbindet, aber zufällig, ist, dass die Daten schon 2019 aufgenommen - genauer, die jeweiligen Interviews schon 2019 durchgeführt -, aber die Studien erst jetzt veröffentlicht wurden. In der ersten geht es darum, wie Besucher*innen eine Ausstellung wahrnahmen, die in Dublin von einer Bibliothek durchgeführt wurde. Diese wurde sehr positiv aufgenommen. Aber: In der Studie selber ist ein Sprung zwischen den Zielen, die mit der Ausstellung erreicht werden sollten, und dem, was erreicht wurde. Darüber spreche ich kurz. In der zweiten Studie geht es darum, was eigentlich konkret passiert, wenn Bibliotheken Statements für mehr Diversität und Inklusion erlassen. Was wird dann tatsächlich an Arbeit gemacht? Es werden die Erfahrungen von sieben bibliotheksinternen Kommissionen, die diese Statements an US-amerikanischen Universitätsbibliotheken umsetzen sollen, miteinander verglichen. Wie zu erwarten, ist es einfacher, ein Statement zu erlassen, dass man als Bibliothek Diversität und Inklusion gut und wichtig findet, als danach auch tatsächlich etwas zu verändern. Im Interlude geht es darum, dass Bibliotheksstatistiken auch als Dokument vergangener Debatten im Bibliothekswesen gelesen werden können.

Duration:00:29:00

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Nummer #11: Selbsteinschätzungen zur Bibliotheksnutzung weitgehend korrekt. Die Bibliothek in autobiographischen lesbischen Coming Out-Texten

4/27/2022
In der elften Ausgabe des Podcasts aus der Bibliothekswissenschaft besprechen wir zwei ganz unterschiedliche Texte. Im ersten geht es darum, wie gut Studierende ihre eigene Bibliotheksarbeit im nächsten Semester voraussagen können. Die dazugehörige Studie ist kurz, aber auch einfach in anderen Bibliotheken zu wiederholen. Die zweite Arbeit stammt aus dem Feld zwischen Literaturwissenschaft und Gender / Queer Studies. In ihr wird diskutiert, dass in zahlreichen autobiographischen, lesbischen Coming Out-Texten Bibliotheken und die Wissensordnungen in Bibliotheken vorkommen. Diese Beobachtung wird zum Ausgangspunkt der Arbeit genommen und dann solche Texte im Rahmen der aktuellen Theoriedebatte im genannten Feld diskutiert. Hier im Podcast schauen wir uns an, was explizit über Bibliotheken gesagt wird, aber vorher wird die Arbeit noch eingeordnet. Im Interlude ein Hinweis auf die aktuelle Ausgabe der 027.7.

Duration:00:23:41

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Nummer #10: Sozialer Einfluss von Street Libraries / Offene Bücherschränke in Australien und von Mobile Libraries / Bücherbusse in Aotearoa Neuseeland

3/25/2022
In dieser Ausgabe des Podcast “Aus der Bibliothekswissenschaft” geht es um zwei Studien von der anderen Seite der Welt. In der ersten wird untersucht, ob Street Libraries ‒ die australische Variante Offener Bücherschränke ‒ die ganzen Versprechen, die sich von Ihnen gemacht werden ‒ Zugang zu Büchern verbessern, Communities fördern, Teil der Gift-Ökonomie sein ‒ einhalten. Die Studie ergänzt eine Anzahl Studien, die sich in den letzten Jahren kritisch mit solchen Offenen Bücherschränken auseinandergesetzt hat. In der zweiten Studie geht es darum, ob und wie Mobile Libraries ‒ also Bücherbusse ‒ in Aotearoa Neuseeland dabei helfen, den digital divide zu überwinden und die digitale Inklusion von Menschen ausserhalb der grossen Städte zu fördern. Beide Studien, so kann man vorausgreifen, zeigen jeweils eine Kluft zwischen dem Anspruch und der Realität. Street Libraries sind eher ein Hobby, die Angebote von Mobile Libraries zu digitalen Inklusion werden wenig konkret genutzt. Aber das beide Mal nicht, dass sie grundsätzlich falsch wären. In Interlude, anhand eines Artikels zur Informationsation der UB Graz, ein paar Worte dazu, warum Bibliotheken von einer Beschäftigung mit Bibliotheksgeschichte profitieren können.

Duration:00:35:30